«Ich hoffe, es wird nicht allzu schlimm.» Margrith Enggist ist besorgt, dass das nasskalte Wetter der vergangenen Tage der Storchenpopulation zusetzt. Es könnte schon sein, dass nach dem Temperaturrückgang und dem Regen der vergangenen Tage Tiere verendeten, sagt die engagierte Storchenschützerin von Storch Schweiz.

Derzeit seien noch keine toten Tiere gefunden worden. Doch man müsse ein paar Tage zuwarten, um Gewissheit zu erhalten. Die teilweise sehr hohen Storchennester wurden jüngst gepflegt und abgetragen, damit das Wasser besser abfliessen kann. Die Vögel bauten die Nester danach wieder auf, nun sind sie durchlässiger als vorher.

Vergangene Woche wurden in Altreu 31 Jungstörche gezählt von insgesamt 42 Brutpaaren. «Es sollten aber schon noch mehr Jungtiere sein», sagt Enggist. Doch so lange die frisch geschlüpfte Brut in den Mulden liege, erkenne man sie schlecht. Im Moment könne man den Nachwuchs bloss von unten anhand der Köpfe zählen, die über die Nestränder ragen.

Während des nasskalten Frühlings vor drei Jahren waren viele Jungstörche an einer Lungenentzündung verendet, weil sie im Wasser lagen und von den durchnässten Elterntieren nicht mit genügend Wärme versorgt werden konnten. Das europäische Storchendorf Altreu war 1948 von «Storchenvater» Max Blösch gegründet worden. Es ist die grösste Storchensiedlung der Schweiz. (crs)