Staatspersonalverband
Wie sicher sind meine Pensionskassengelder?

Die Baloise Bank SoBa und der Solothurnische Staatspersonalverband luden ein zu einem Anlass über die Sicherheit der Pensionskassengelder.

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Derzeit fallen 2,3 aktive Versicherte auf einen Rentner. (Symbolbild)

Derzeit fallen 2,3 aktive Versicherte auf einen Rentner. (Symbolbild)

Keystone

«Das Thema ist aufgrund der aktuellen Zinssituation und den reglementarischen Anpassungen brandaktuell», meinte Beat Käch, Präsident des Staatspersonalverbandes. Das Solothurner Stimmvolk hat dem Gesetz über die Pensionskasse und der damit verbundenen Vollkapitalisierung zugestimmt. «Die Pensionskasse Kanton Solothurn ist wieder ausfinanziert», sagt Käch. Derzeit fallen 2,3 aktive Versicherte auf einen Rentner. Aufgrund der demografischen Entwicklung wird dieses Verhältnis stetig abnehmen.

Zum Ausgleich der Deckungslücke überweist der Kanton der Pensionskasse dieses Jahr seinen Anteil von 700 Mio. Franken – doch wohin mit dem Geld? «Früher hätte man eine solche Zahlung raschmöglichst in den Büchern haben wollen. Heute besteht das Problem, dass bei Negativzinsen niemand mehr so viel Geld auf einmal haben will.» So sei vereinbart worden, den Betrag in vier Tranchen verteilt übers Jahr zu überweisen.

Negativzins: Wie weiter?

«Auch Bern beschäftigt sich mit der Frage des Negativzinses», sagte CVP-Ständerat und Sekretär des Staatspersonalverbandes, Pirmin Bischof. «Nur die Pensionskasse des Bundes ist von den Negativzinsen nicht betroffen. Das wollen wir so ändern, dass alle Pensionskassen und damit auch die Pensionskasse Kanton Solothurn wieder ihr Geld anlegen kann, ohne dafür zu bezahlen.»

Zum Zeitpunkt der Pensionierung meinte Bischof: «Es ist logisch. Je früher ich in Pension gehe, desto weniger Rente erhalte ich – aber, je später ich in Pension gehe, desto weniger erhalte ich durch den stetig sinkenden Umwandlungssatzes.» Also doch nicht ganz so einfach, was auch die Fragen aus dem Publikum im vollbesetzten Saal im «Zunfthaus zur Wirthen» bestätigten.

Bischof ging auch auf die Reglementsänderungen bei der Pensionskasse ein. «Für fast alles gibt es Formulare, mit welchen man vieles regeln kann. Nur muss man dies selbst an die Hand nehmen». Die meisten wüssten das, verpassten aber vielmals die Fristen.

Finanzplanung: Kein Einheitsbrei

«Es ist nie zu früh, um seine finanzielle Zukunft zu planen», meinte Christian Jaussi, Finanzplanungsexperte bei der Baloise Bank SoBa. Eine Finanzplanung sei ein Werk, das einem das ganze Leben begleite und je nach Situation angepasst werde. So individuell wie die Lebenssituationen seien, so individuell seien auch die Lösungen. An Beispielen zeigte er auf, dass es keine Einheitslösung gebe. Die tiefen Zinsen, die Überalterung der Bevölkerung sowie reduzierte Renten seien die Herausforderungen in der Altersvorsorge. Eine Finanzplanung gebe Klarheit über die finanzielle Ausgangssituation und stelle die Weichen für die Zukunft.

Am Schluss sind sich alle einig: Für die Planung eines sorgenfreien Ruhestands gibt es neben den Angehörigen vier Schlüssel-Personen: Je ein Ansprechpartner bei der Pensionskasse, bei der AHV, bei der Bank und einen Rechtsberater. (mgt)