Wahlen

Wie schneiden Kandidaten in Sachen Umweltanliegen ab?

Umweltanliegen kommen massiv unter die Räder. (Themenbild).

Umweltanliegen kommen massiv unter die Räder. (Themenbild).

Die Umweltverbände haben ein Rating für die Wahlen erstellt. Und mehr Versprechen als Leistungen entdeckt.

Bei den beiden amtierenden Ständeräten liegen die Verhältnisse klar: Derweil Roberto Zanetti (SP), seines Zeichens Präsident des Schweizerischen Fischerei-Verbands, in der laufenden Legislatur 100 Prozent der Umweltanliegen unterstützt hat, kommt Pirmin Bischof (CVP) gerade einmal auf 37,5 Prozent. Und wenn es um die kommenden vier Jahre geht, ist Zanetti gemäss Wahlversprechen weiterhin ganz vorne dabei: Auf 93 Prozent beziffert sich sein Wert bei der Befragung über wichtige Umweltthemen der nächsten Legislatur. Bischof seinerseits will zulegen im Thema: Sein Wert liegt bei 71 Prozent – da hat er einiges vor sich.

SVP hat es nicht so mit den Umweltanliegen

Kaum überraschend: Der Grüne Felix Wettstein, der ebenfalls gern in den Ständerat einziehen würde, bringt es beim Versprechen auf 99 Prozent. Und auch Konkurrent Stefan Nünlist kommt immerhin auf 60 Prozent. Derweil führt Christian Imark, der Fünfte im Bunde, die Rangliste von der anderen Seite her an. Der SVP-Nationalrat bringt es in dieser Legislatur auf bescheidene 1,9 Prozent, Walter Wobmann gar nur auf 0,9 Prozent. Versprechen mögen sie denn auch nicht machen. Bis jetzt.

Müller-Altermatt und Fluri über Fraktionsdurchschnitt

Spitzenreiter bei den Nationalräten ist Philipp Hadorn (SP): Er stimmte zu 98,1 Prozent für Umweltanliegen und will es auch weiterhin so halten. Beziehungsweise: Sein Versprechen liegt nunmehr bei vollen 100 Prozent. Weit über dem Durchschnitt ihrer Fraktionen liegen sodann Stefan Müller-Altermatt (CVP) mit 70,4 und Kurt Fluri (FDP) mit 40,7 Prozent. Was insofern nicht erstaunt, als Ersterer Präsident des Netzwerks Schweizer Pärke und Letzterer Präsident der Stiftung Landschaftsschutz ist. Und es soll weiter aufwärtsgehen: auf 84 Prozent bei Müller-Altermatt, auf 69 Prozent bei Fluri. Die übrigen Solothurner Parlamentarier haben sich am Rating der Umweltallianz von Greenpeace, Pro Natura, VCS und WWF nicht oder noch nicht beteiligt. Mit anderen Worten: Es ist noch Zeit, unter www.umweltrating.ch Versprechen zu machen. (bbr.)

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