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Wie die Solothurner an den SwissSkills 2020 abgeschnitten und welche Aufgaben sie gemeistert haben

Anfangs September starteten die SwissSkills Championships 2020. 18 Teilnehmer aus dem Kanton Solothurn waren dabei. Wir haben bei den einzelnen Teilnehmer nachgefragt, welche Aufgaben gemeistert werden mussten.

Laura Hofmann
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Am letzten Novemberwochenende haben die letzten Solothurner Teilnehmer ihre Wettkämpfe an den SwissSkills bestritten.

Am letzten Novemberwochenende haben die letzten Solothurner Teilnehmer ihre Wettkämpfe an den SwissSkills bestritten.

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Fahrzeugschlosser/in EFZ

Leo Eicher hat an den SwissSkills Championships den 5. Platz belegt.

Leo Eicher hat an den SwissSkills Championships den 5. Platz belegt.

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Im vergangenen Sommer hat der 20-jährige Leo Eichler seine Ausbildung als Fahrzeugschlosser EFZ bei der Carrosserie Hess AG in Bellach abgeschlossen. Auch weiterhin ist er bei dieser Firma tätig.

Der Wettkampf für den Beruf Fahrzeugschlosser/in EFZ hat am 28. und 29. November stattgefunden. Die einzelnen Teilnehmer hatten für die Aufgabenbestreitung 17.5 Stunden Zeit erhalten. Bereits Mitte November habe man sich 1.5 Stunden der Aufgabe gewidmet, da ansonsten die Zeit nicht ausgereicht hätte. «Es gab ein Model von einem Zweiachs-Anhänger. Genauer gesagt ein mit einem Stahlrahmen unten, Drehschemel und Deichsel», so der Langendörfer. Anschliessend musste der Anhänger mit einer Alubrücke mit Kippfunktion und Stirnwand ausgerüstet werden. «Zusätzlich wurden auch Heckleuchten montiert und verkabelt».

Der 20-jährige Fahrzeugschlosser hat am Wettkampf den 5. Platz von 9. Teilnehmern belegt. Auf die Frage wie er mit dem Resultat zu zufrieden ist, antwortet er: «Geht so. Es wäre mehr drin gelegen». Bei der Aufgabenbestreitung sind bei Eicher eigentlich keine Probleme aufgetreten. «Es war einfach eine ungewohnte Umgebung mit anderen Maschinen», meint er am Schluss.

Carrosserielackierer/in EFZ

Am am 28. und 29. November hat der Wettkampf für den Beruf Carrosserielackierer/in EFZ stattgefunden. Die Teilnehmer haben am ersten Tag einen ganzen Vorbau von einem Auto mit Motorhaube, Stossstange und Kotflügel erhalten. Dabei hatte es bei den einzelnen Teilen Dellen, die man spachteln und ausfüllen musste. Zudem musste ein Kratzer in der Stossstange repariert werden. Die Teilnehmer haben für die einzelnen Module immer eine gewisse Zeit zur Verfügung erhalten.

Obwohl Samantha Böhm aus Kappel den 3. Platz belegt hat, ist sie nicht wirklich zufrieden mit ihrem Resultat. «Es hätte schon besser sein können». «Wenn mir nicht so ein grober Fehler unterlaufen wäre, hätte ich sicher den 2. Platz belegen können», so Böhm. Bei einem Modul habe nämlich blaues Decor auf eine weisse Schicht genebelt. Wie die 21-Jährige jedoch gegenüber der Zeitung sagt, wollte sie auf das Podest kommen und nicht den letzten Platz erreichen. Dies hat sie auch geschafft.

«Das Resultat ist nicht das Beste, aber ganz ok», so Samantha Böhm.

«Das Resultat ist nicht das Beste, aber ganz ok», so Samantha Böhm.

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Die 21-jährige Michelle Biedermann hat auch am Wettkampf teilgenommen und den 9. Platz von 11 Teilnehmern belegt. «Ich bin mit dem Resultat eher weniger zufrieden», zieht Biedermann Bilanz.

Die Zeitvorgaben haben der 21-jährigen Niederbuchsiterin ein bisschen zu schaffen gemacht. «Es war ein grosser Druck und man wollte alles möglichst gut machen. Dadurch sind mir Flüchtigkeitsfehler passiert, die sonst nicht geschehen», fügt sie hinzu.

Michelle Biedermann voller Konzentration an den SwissSkills.

Michelle Biedermann voller Konzentration an den SwissSkills.

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Biedermann schloss vor einem Jahr im Sommer ihre Ausbildung bei der Carrosserie Ponticelli AG ab. Seit ihrem Lehrabschluss ist sie nun bei der Garage Franz Reinhart AG in Egerkingen tätig.

Gerüstbauer/in EFZ

Robin Furrer am Wettkampf der Gerüstebauer

Robin Furrer am Wettkampf der Gerüstebauer

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Im Sommer vor zwei Jahren hat der 25-jährige Robin Furrer seine Ausbildung zum Gerüstbauer EFZ bei der Lawil Gerüste AG abgeschlossen. Seit dem Lehrabschluss ist er bei F. Furrer GmbH in Kappel tätig. Wie es der Name bereits sagt, handelt es sich um ein Familienunternehmen. «Die Firma gehört meinem Vater», so Robin Furrer.

Der Wettkampf der Gerüstbauer hat jeweils in einem Team aus zwei Personen stattgefunden. Matthias Greger (TG) und der Kappeler Robin Furrer haben zusammen am Wettkampf Gold geholt. Nebst den beiden gab es nur noch ein weiteres Team, welches an den SwissSkills teilgenommen hat. «Ich bin natürlich sehr zufrieden mit dem Resultat», fügt Furrer hinzu.

«Wir bekamen Pläne von einem Objekt, dass eingerüstet werden muss. Danach hatten wir eine Stunden Zeit zu planen und zu zeichnen», so der 25-Jährige. Anschliessend hatten die Teams jeweils neun Stunden Zeit zum Aufrüsten. «In den letzten Jahren war immer ein Objekt vorhanden, welches eingerüstet wurde, ein sogenannter . Wir mussten nun die Gerüste im Freien stellen». Am Boden gab es gelbe Markierungen, welche angaben, wo es gestellt werden musste.

«Am Wettkampf ist bei mir alles gutgelaufen. Wir hatten statt den vorgegebenen 9 Stunden sogar nur 5 Stunden gebraucht», sagt Furrer am Schluss.

Zimmermann/Zimmerin EFZ

«Man konnte selber einteilen, in welcher Zeit man was macht. So waren ein paar schneller beim Zeichnen und die anderen beim Ausarbeiten.»

«Man konnte selber einteilen, in welcher Zeit man was macht. So waren ein paar schneller beim Zeichnen und die anderen beim Ausarbeiten.»

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In 22 Stunden ein «Häuslein mit Sitzbank» konstruieren und bauen. Ist das möglich? Die 10 Zimmermänner und die eine Zimmerin zeigten es an den SwissSkills Championship vor.

Die 11 Teilnehmer haben am ersten Tag mehrere Baupläne für die Gestaltung des Hauses bekommen. «Man hat drei verschiedene Modelle erhalten, welche zuerst gezeichnet und anschliessend aus Holz gefertigt werden mussten. Das erste Modell waren die drei Seiten des Hauses, das zweite die integrierte Sitzbank und das dritte und letzte Modell war das Dach. Am Schluss musste alles zusammengebaut werden», so Flurin Gasser aus Oberdorf.

So sollte das «Häuslein» am Schluss aussehen.

So sollte das «Häuslein» am Schluss aussehen.

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Der 21-Jährige hat seine Ausbildung als Zimmermann EFZ vor einem Jahr bei der Strausack Holzbau AG abgeschlossen. Seit seinem Abschluss arbeitet er nun bei der Jura Holzbau AG in Zuchwil. Auch er hat die gestellte Aufgabe am Wettkampf innerhalb der gesetzten Zeit gemeistert. «In den ersten drei Tagen bin ich ein bisschen nachgehinkt mit dem Projekt, da ich mit dem Modell eins und zwei beschäftigt war. Erst am vierten Tag widmete ich mich dem dritten Modell, dem Dach. Dabei ist mir zuerst ein Fehler beim Zeichnen passiert und ich musste fast alles nochmals machen. Auch beim zweiten Versuch gab es wieder einen Patzer, welchen ich bis am Schluss nicht mehr beheben konnte.»

Flurin Gasser hat am Wettkampf den 4. Platz belegt. Das heisst knapp am Podest vorbei. «Ich bin mit meinem Rang sehr zufrieden. Mit dem Endprodukt des Hauses bin ich jedoch nicht so glücklich, da das Dach einen Fehler aufwies.»

Logistiker/in EFZ

Der Wettkampf für den Beruf Logistiker/in EFZ hat im Verkehrshaus in Luzern stattgefunden. Als das Museum um 10 Uhr öffnete, konnten die Besucher und Besucherinnen sogar einen Teil des Wettkampfes mitverfolgen. Bei den ersten beiden Posten mussten Fragen in einem Quiz beantwortet werden. Dabei wurde das Allgemeinwissen der Teilnehmer über den Beruf sowie das Gelernte in den überbetrieblichen Kursen (ÜK) getestet. Anschliessend absolvierten die qualifizierten Teilnehmer einen Parkour mit einer Hubarbeitsbühne. Im Finale mussten dann noch Gymnastikbälle mit einem Stapler auf so ein «Hütlein» gehoben werden.

Beim ersten Posten haben sich die 12 besten von den 20 Teilnehmern für die nächste Runde qualifiziert. Flavia Suter hat den 14 Platz belegt und konnte so knapp nicht in der nächsten Runde teilnehmen. «Ich bin mit dem Resultat zufrieden. Ich habe das Resultat schlechter erwartet, da nun schon eine gewisse Zeit seit meinem letzten ÜK vergangen ist und ich vieles nicht mehr wusste. Es hatte zudem einige Fragen dabei, die ich noch nie gehört habe, bei welchen ich einfach auf gut Glück geantwortet habe.»

«Ich wollte zuerst Pferdefachfrau werden»

«Ich wollte zuerst Pferdefachfrau werden»

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Die 22-Jährige hat im Sommer 2019 ihre Lehre als Logistikerin EFZ bei Wyss Samen und Pflanzen in Zuchwil abgeschlossen. «Direkt nach der Schule wollte ich eigentlich zuerst Pferdefachfrau werden. Im 10. Schuljahr habe ich mich dank Schnupperlehren jedoch anders entschieden», so Flavia Suter am Schluss.

Auch Yanik Zürcher aus Luterbach konnte nur am ersten Posten mitmischen, da er den 16. Platz belegte. «Das Resultat könnte besser sein», zieht er nach seinem Wettkampf Bilanz. Ein kleiner Trost für den Luterbacher ist jedoch, dass er aufgrund seiner guten Abschlussnote von 5.1 aus einer Gruppe von vielen für die SwissSkills eingeladen wurde.

Yanik Zürcher ist konzentriert die Quizfragen am Beantworten.

Yanik Zürcher ist konzentriert die Quizfragen am Beantworten.

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Der 20-Jährige hat im letzten Sommer seine Lehre bei DHL Logistics AG beendet. «Ich wusste eigentlich schon früh, dass ich diesen Beruf ausüben möchte», so der Luterbacher. Im Moment befindet er sich nun im Militär.

Gebäudetechnikplaner/in Sanitär EFZ

Gebäudetechnikplaner sind für die Planungen und die Berechnungen von sanitären Anlagen wie Wasser-, Abwasser- und Gaseinrichtungen verantwortlich. Am 13. und 14. Oktober haben sich alle 12 Teilnehmer in einem Raum zusammengefunden, um den Wettkampf zu bestreiten. Die Aufgabe bestand darin, für ein Bürogebäude Sanitäranlagen zu planen und berechnen. Dabei musste man nach einem gewissen Leitsatz vorgehen, wie man beispielsweise Entsorgungs- und Versorgungsleitungen anschliesst. Für die Aufgabe haben die Teilnehmer 16 Stunden Zeit erhalten.

Aitor Pérez Arias war innerhalb von zwei Tagen mit seinem Projekt fertig. «Ich konnte sogar ein wenig früher abgeben», so Pérez Arias. «Die 16 Stunden haben mir eigentlich gut gereicht. Trotzdem war man die ganze Zeit unter rechtem Zeitdruck».

Aitor Arios Pérez ist voller Konzentration die gestellte Aufgabe am Meistern.

Aitor Arios Pérez ist voller Konzentration die gestellte Aufgabe am Meistern.

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Der Erlinsbacher hat seine Ausbildung als Gebäudetechnikplaner Sanitär EFZ bei der Wülser Lostorf AG in diesem Sommer abgeschlossen. Er arbeitet nun bei Amstein + Walthert in Zürich. Als er per Briefpost auf die SwissSkills aufmerksam gemacht wurde, musste es sich der Erlinsbacher nicht zweimal überlegen, daran teilzunehmen. «Ich dachte mir, es ist sicherlich eine gute Erfahrung», so der 21-Jährige.

Aitor Pérez Arias hat knapp das Podest verpasst und den 4 Platz belegt. «Ich bin zufrieden mit dem Resultat, aber das Podest wäre natürlich cool gewesen. Ich kann mich jedoch nicht beklagen».

Auch der Zuchwiler Lukas Hess war unter den 12 Teilnehmer. «In meiner ersten Ausbildung hätte ich bereits an den SwissSkills teilnehmen können. Ich entschied mich jedoch dagegen, was ich später bereute», so Hess. Er hat seine zweite Ausbildung als Gebäudetechnikplaner Sanitär in diesem Sommer bei der ing.-büro riesen Bern AG abgeschlossen. Im Moment befindet er sich im Militär. Als er nun einen Brief des Verbands suissetec erhalten hatte und erneut auf die SwissSkills aufmerksam gemacht wurde, überlegte es sich der 20-Jährige nicht zweimal

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«Ich bin mit dem Resultat nicht so zufrieden»

«Ich bin mit dem Resultat nicht so zufrieden»

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Lukas Hess hat am Wettkampf den 12. Platz belegt. Auf die Frage, ob er mit dem Resultat zufrieden ist, antwortet der 20-Jährige: «Zufrieden kann man mit diesem Ergebnis schon nicht sein. Ich war jedoch auch nicht mehr so geübt, da ich im Moment im Militär bin. Zudem muss ich sagen, dass ich mich zu wenig vorbereitet habe», zieht Hess ein Fazit.

Polygraf/in EFZ

Der Wettkampf für die Polygrafen und Polygrafinnen hat aufgrund des Coronaviruses zu Hause oder im Geschäft stattgefunden. Alle 27 Teilnehmer haben per Mail einen Auftrag erhalten mit einer Abgabefrist von rund einer Woche. Die Teilnehmer waren somit sehr frei, wann genau sie den Wettkampf bestreiten wollten. «Die Aufgabe bestand darin, ein Plakat für Tessin Tourismus für den öffentlichen Verkehr zu gestalten. Von verschiedenen Bildern des Kunden musste man die passenden auswählen und anschliessend eine Bildkombination gestalten», so der Zuchwiler Timo Röthlisberger.

«In meinem Lehrbetrieb habe ich nicht oft die Möglichkeit Sachen zu gestalten».

«In meinem Lehrbetrieb habe ich nicht oft die Möglichkeit Sachen zu gestalten».

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Timo Röthlisberger hat die gestellte Aufgabe innerhalb von 5 bis 6 Stunden an einem Wochenende gemeistert. Der 18-Jährige ist im 4. Lehrjahr als Polygraf bei der Paul Büetiger AG in Biberist.

Trotz wenigen Schwierigkeiten bei der Aufgabenbestreitung ist der 18-Jährige mit seinem Resultat nicht richtig zufrieden. Er hat beim Wettkampf den 22. Platz von 27 Teilnehmern belegt. «Es sind nur gewöhnliche Komplikationen aufgetaucht wie die Bildbearbeitung, die nicht wie gewollt funktioniert hat. Dies ist jedoch normal. Für die Zeit, die ich benötigt habe, ist das Resultat jedoch völlig ok. Für mich war eigentlich auch nicht das Gewinnen wichtig, sondern die Erfahrungen, die ich durch die Teilnahme sammeln konnte. Ich habe jedoch auch teilgenommen, um Sachen zu gestalten, da ich dies in meinem Lehrbetrieb nicht oft machen kann», so Röthlisberger.

Die 18-jährige Leonie Rupp hat ebenfalls als Polygrafin bei den SwissSkills Championships 2020 teilgenommen. Sie absolviert ihre Ausbildung bei der Salted GmbH in Olten und befindet sich momentan im vierten und letzten Lehrjahr.

«Es ist nicht so schlimm nur den 4. Platz erreicht zu haben»

«Es ist nicht so schlimm nur den 4. Platz erreicht zu haben»

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Leonie Rupp verpasste nur knapp das Podest und belegte den 4. Rang von 27 Teilnehmern. «Ich bin mit dem Resultat sehr zufrieden. Ich hätte nie gedacht, so weit zu kommen», so die 18-Jährige aus Aedermannsdorf. Auf die Frage, wie es ist, knapp das Podest verpasst zu haben, antwortet Rupp: «Es ist nicht so schlimm, nur den 4. Platz erreicht zu haben. Es war eine super Übung für die Lehrabschlussprüfung im Sommer. Ich habe eigentlich nur positive Gedanken zum Resultat».

Hotelfachfrau/mann EFZ

«Die SwissSkills sind eine einmalige Erfahrung»

«Die SwissSkills sind eine einmalige Erfahrung»

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Am 11. und 12. September fand der Wettkampf Hotellerie/Hauswirtschaft in Adelboden statt. Am Freitag die erste Halbfinalrunde mit drei Teilnehmern und am Samstag die zweite Runde mit vier Teilnehmern. In der zweiten Halbfinalrunde war auch Fabienne Häner aus Seewen dabei. Wie die 21- Jährige in einem früheren Interview bereits bekannt gab, schloss sie vor zwei Jahren ihre Ausbildung im Hotel Adler erfolgreich ab.

Im Halbfinale mussten viele verschiedene Aufgaben von den Teilnehmern gemeistert werden. Die erste Aufgabe bestand darin, die Bestandteile eines Staubsaugers zu erklären und einen Teppich zu saugen. Anschliessend hatte sie 75 Minuten Zeit, ein Zimmer nach dem Thema «Naturerlebnis» einzurichten.«Ich entschied mich für ein Alpzimmer», so Häner. In den weiteren Runden musste sie Kleider glätten, Bodenbelege erkennen, ein Menu erstellen, den Tisch decken und weiteres.

Der Wettkampf sei ihr im Grossen und Ganzem gut gelungen. «Ich bin jedoch nicht sehr computerversiert, wodurch es mir schwer gefallen ist, die Checkliste und das Menu auf dem Computer zu erstellen», sagt Häner.

Die 21-Jährige hat in der 1. Qualifikation den 4. Platz belegt und sich somit nicht für das Finale qualifiziert. «Am Anfang war ich enttäuscht, dass ich nicht ins Finale gekommen bin. Es war jedoch eine lohnenswerte Erfahrung», so Fabienne Häner.

Isolierspengler/in EFZ

Jonas Gutherz voller Konzentration am Wettkampf an den SwissSkills.

Jonas Gutherz voller Konzentration am Wettkampf an den SwissSkills.

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Vom 8. - 11. September fand der Wettkampf für den Beruf Isolierspengler/in EFZ in Münchenbuchsee statt. Mit dabei: Der 25-Jährige Jonas Gutherz aus Hägendorf, der seine Ausbildung diesen Sommer abgeschlossen hat. Zuvor absolvierte er die Ausbildung zum Bäcker-Konditor und arbeitete einige Jahre in diesem Bereich. «Durch meinem Vater bin ich später jedoch auf den Beruf Isolierspengler gekommen, da er bereits sein Leben lang diesen Beruf ausübt», so Gutherz.

Am ersten Tag des Wettkampfes mussten die Teilnehmer Modelle für verschiedene Teile wie beispielsweise einen Lüftungskanal-Bogen planen. An den drei darauffolgenden Tagen hatten die Teilnehmer Zeit diese Modelle herzustellen.

Die vier Tage seien für ihn sauber gelaufen, zieht Gutherz Bilanz. «Die Stimmung zwischen allen war super». Wenn ein Fehler bei der Herstellung passiert sei, hätte man einfach noch einmal angefangen. Gutherz hat beim Wettkampf den 4. Platz von 8 Teilnehmenden belegt. Er ist mit seinem Resultat sehr zufrieden. «Ich mag es den 1., 2. und 3. Platzierten gönnen, welche wirklich saubere Arbeit geleistet haben», sagt der 25-Jährige. Zudem hätte der Wettkampf sehr Spass gemacht.

Fachmann/frau Gesundheit EFZ

Tomás Soutelo bei der Betreuung eines Patienten.

Tomás Soutelo bei der Betreuung eines Patienten.

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«Ich bin am Wettkampf angekommen und hatte 10 Minuten Zeit, mich in die Patientendokumentation einzulesen», so Tomás Soutelo aus Büsserach. Anschliessend musste er eine Patientin instruieren, wie sie die Medikamente korrekt inhaliert. «Zusätzlich führte ich noch eine Ernährungsberatung durch, erstellte einen Menüplan und verabreichte der Patientin Augentropfen und -gel. Am Schluss sollte alles noch in einem Dokumentationssystem erfasst werden», sagt Soutelo.

Für den ganzen Wettkampf hatte man 30 Minuten Zeit. «Was sehr sportlich ist», so der 20-Jährige. «Mir hat es daher am Schluss auch nicht für die Dokumentation gereicht, da ich mehr Wert auf das Wohlbefinden der Patientin gelegt habe». Zusätzlich komme man in eine fremde Umgebung mit einem anderen Dokumentationssystem, was es nicht gerade erleichtere.

Tomás Soutelo hat in diesem Jahr die Ausbildung zum Fachmann Gesundheit bei Universitäre Altersmedizin Felix Platter in Basel abgeschlossen. Im Moment absolviere er nun das Studium zum Diplomierten Pflegefachmann an der Höheren Fachhochschule, erzählt er. Da er den 1. Platz an den Kantonalen Berufsmeisterschaften 2019 in Basel belegt habe, konnte er an den SwissSkills 2020 teilnehmen.

Der Wettkampf für den Beruf Fachmann/-frau Gesundheit ist am 10. und 12. September gewesen. Am Donnerstag fand die Vorausscheidung statt und am Samstag der Finale mit den besten sechs Teilnehmern. Tomás Soutelo hat am ersten Wettkampfstag den 17. Platz von 19 Teilnehmern belegt. «Ich war überrascht, dass ich den 17. Rang erreicht habe, daher bin ich mit dem Resultat eher weniger zufrieden», sagt der Büsseracher. «Ich habe eigentlich keinen Fehler gefunden, ausser dass ich die Dokumentation am Schluss nicht gemacht habe».

Automobil-Mechatroniker/in EFZ

«Ich hatte nicht zu hohe Erwartungen und bin mit meinem Resultat zufrieden»

«Ich hatte nicht zu hohe Erwartungen und bin mit meinem Resultat zufrieden»

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Romano Kunz aus Riedholz hat seine Lehre im Sommer 2019 als Automobil-Mechatroniker EFZ bei Busbetrieb Solothurn und Umgebung (BSU) erfolgreich abgeschlossen. Im Moment absolviert er nun die Weiterbildung zum Automobildiagnostiker. «Ich habe mich auf Empfehlung meiner Freundin hin, bei den SwissSkills Championships 2020 angemeldet, da sie gerne zuschauen wollte», so der 21-Jährige. Aufgrund von Corona war dies in diesem Jahr jedoch nicht möglich.

Der Wettkampf für Automobil-Mechatroniker hat vom 10. - 12. September im Aus- und Weiterbildungszentum Mobilcity in Bern stattgefunden. Am ersten Tag waren alle 27 Teilnehmer am Start. «Ich musste ein Fahrzeug für die Motorfahrzeugkontrolle anschauen, das Getriebe eines Autos zusammensetzten sowie ein Kundengespräch über die Mängel eines Kundenfahrzeuges führen», sagt Kunz.

Der 21-Jährige aus Riedholz hat am ersten Qualifikationstag den 19. Platz belegt und sich somit nicht für das Halbfinale qualifiziert. Nur die 12 besten Teilnehmer waren auch am zweiten Wettkampfstag wieder dabei. «Ich hatte nicht zu hohe Erwartungen und bin daher mit dem Resultat zufrieden. Zudem waren die Aufgaben auf Personenwagen ausgelegt», so Kunz. Er arbeite im Bereich mit Nutzfahrzeugen, wodurch es für ihn nicht so gepasst habe. «Es ist jedoch eine gute, einmalige Erfahrung», zieht der Riedholzer ein Fazit.

Konstrukteur/in EFZ

«Wir mussten Teile mit viel Kreativität modellieren»

«Wir mussten Teile mit viel Kreativität modellieren»

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Fabio Müller befindet sich im 3. Lehrjahr als Konstrukteur. «Ich diesem Beruf kann ich meine Stärken ausleben. In der Freizeit habe ich bereits immer schon selber ‹getüftelt› und ‹gebastelt›. Zudem ist es jedermanns Traum, sein Hobby zum Beruf zu machen», so der 21-Jährige aus Laupersdorf.

Der Wettkampf für den Beruf Konstrukteur/in EFZ wurde vom 8. – 11. September durchgeführt. Insgesamt waren 12 Teilnehmer an diesen vier Tagen mit dabei. Die Teilnehmer erhielten viele verschiedene Aufgaben zu meistern. «Wir mussten Stücke mit viel Kreativität modellieren», sagt der Laupersdorfer. Er musste beispielsweise mithilfe von Teilen herausfinden, wie eine Pumpe zusammen zu bauen sei. «Der vierte Tag war der witzigste Tag. Wir haben ein Teil in die Hand gedrückt erhalten, von welchem wir die Masse nehmen und in 3D nachbauen mussten.»

Die schwierigste Aufgabe sei es gewesen, die Pumpe zusammenzubauen. «Man hat eine riesige Auswahl an Teilen und muss verstehen, wie eine Baugruppe entsteht», erklärt der 18-Jährige. Zudem habe er beispielsweise bei einem Wagenheber ein klares Bild vor Augen, wie es aussehen muss, bei der Pumpe gebe es jedoch viele verschiedene Varianten.

Fabio Müller hat am Schluss von diesen vier Tagen den 7. Rang belegt. «Ich bin sehr zufrieden mit dem Resultat und habe grosse Freude. Ich bin stolz, es schweizweit so weit geschafft zu haben und stolz, den Kanton Solothurn als einziger in diesem Beruf vertreten zu haben».

Informatiker/in EFZ (Systemtechnik)

Linus Mayer befindet sich im 4. Lehrjahr als Informatiker (Systemtechnik) beim Kanton Aargau.

Linus Mayer befindet sich im 4. Lehrjahr als Informatiker (Systemtechnik) beim Kanton Aargau.

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«Wir hatten insgesamt 6.5 Stunden Zeit, die verschiedenen Aufgaben zu meistern», so der Solothurner Teilnehmer Linus Mayer. «Einerseits mussten wir eine virtuelle Maschine, wie beispielsweise Linux- oder Windows-Server, aufsetzten oder einen Webservice für den Linux-Server einrichten». Dazu kamen noch weitere Netzwerkaufgaben, die am Wettkampf gemeistert werden mussten.

«Der Teil mit dem Linux-Server ist mir schwer gefallen, weil dies eher etwas neues für mich war», sagt der 19-Jährige. Im Allgemeinen habe er den Wettkampf als nicht einfach empfunden. Alle Aufgaben mit dem Windows-Server konnte er jedoch gut meistern.

Linus Mayer hat ihm Wettkampf den 12. Platz von ganzen 22. Teilnehmern belegt. «Ich bin mit dem Resultat zufrieden und denke der Aufwand und Ertrag hat sich gelohnt», sagt der Erlinsbacher. Zudem habe er nicht sehr viel Zeit für die Vorbereitung gehabt, wodurch das Resultat gut ausgefallen sei.

Am 11. September hat der Wettkampf für die Informatiker und Informatikerinnen im Bereich Systemtechnik in Bern stattgefunden. «In der Schule bin ich und ein paar Kollegen auf die Idee gekommen, an den Regionalen Meisterschaften teilzunehmen. Wir dachten es wird sicher lustig. Per Zufall bin ich dann bei den SwissSkills «reingerutscht», so Mayer.