Video-Dokumentation
Wie die Kantonsschule Solothurn aus dem Boden gestampft wurde

«Ein seltenes, historisch äusserst wertvolles Dokument von weit überdurchschnittlicher Bildqualität»: So lautet das Urteil über die historischen Filmaufnahmen vom Spatenstich und den Bauarbeiten an der neuen Kantonsschule am Solothurner Herrenweg.

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Aufmarsch zum Spatenstich
12 Bilder
Spatenstich 1938
Vieles wurde noch mit Kelle, Schaufel und Karrette erledigt
Handarbeit war grossgeschrieben
Bau der Kantonsschule Solothurn
Was bei den vorgerprüften Projekten bemängelt wurde
Gleiswagen im Einsatz am Herrenweg
Ein heute antiquiert wirkender Betonmischer
Die alte Turnhalle im Rohbau
Aushub mit dem Spaten
Die Kantonsschule Solothurn 2003
Die Kantonsschule Solothurn 2008

Aufmarsch zum Spatenstich

zvg

Schöpfer des 16-mm-Stummfilms in schwarz-weiss ist der 1980 verstorbene Solothurner Fotograf, Filmer und Radiohändler Fred Obrecht.

Dieser hatte am 14. Januar 1938 den Spatenstich für die von Architekt Hans Bracher entworfenen Gebäulichkeiten und die erste Bauetappe bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs aus eigenem Antrieb dokumentiert. Weil weder der Kanton noch die Schule Obrecht unterstützten, musste dieser das Filmprojekt schliesslich aufgeben.

Ton- und Bildspezialist Jürg Naegeli hat in Zusammenarbeit mit Beate Obrecht und Peter Jeker eine Video-Dokumentation geschaffen, die auf Fred Obrechts Fragment aufbaut. Entstanden ist ein kleines Werk über Architektur, Schule, Solothurner Politik und Krisenbewältigung in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts.

Am Wochenende fand in der Aula der Kanti die Premiere des Werks statt: Rund 200 von Rektor Stefan Zumbrunn eingeladene Gäste zeigten sich beeindruckt von diesem aussergewöhnlichen Zeitdokument. (szr)

Der Film ist nächsten Montag und Dienstag, 25./26. November, je um 19 Uhr im Uferbau Solothurn erneut zu sehen.