Schöpfer des 16-mm-Stummfilms in schwarz-weiss ist der 1980 verstorbene Solothurner Fotograf, Filmer und Radiohändler Fred Obrecht.

Dieser hatte am 14. Januar 1938 den Spatenstich für die von Architekt Hans Bracher entworfenen Gebäulichkeiten und die erste Bauetappe bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs aus eigenem Antrieb dokumentiert. Weil weder der Kanton noch die Schule Obrecht unterstützten, musste dieser das Filmprojekt schliesslich aufgeben.

Ton- und Bildspezialist Jürg Naegeli hat in Zusammenarbeit mit Beate Obrecht und Peter Jeker eine Video-Dokumentation geschaffen, die auf Fred Obrechts Fragment aufbaut. Entstanden ist ein kleines Werk über Architektur, Schule, Solothurner Politik und Krisenbewältigung in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts.

Am Wochenende fand in der Aula der Kanti die Premiere des Werks statt: Rund 200 von Rektor Stefan Zumbrunn eingeladene Gäste zeigten sich beeindruckt von diesem aussergewöhnlichen Zeitdokument. (szr)

Der Film ist nächsten Montag und Dienstag, 25./26. November, je um 19 Uhr im Uferbau Solothurn erneut zu sehen.