Solothurn

«Widmer-Schlumpf ist mein Vorbild» – ehemaliger Flüchtling ist BDP-Kantonsratskandidat

Flüchtling will BDP-Kantonsrat werden

Flüchtling will BDP-Kantonsrat werden

Solomon Tesfaye will in den Solothurner Regierungsrat. Und nicht etwa für die SP oder die Grünen, sondern für die BDP. Warum? Christof Gerber weiss es.

Vor 16 Jahren kam Solomo Tesfaye als Flüchtling aus Äthiopien in die Schweiz. Heute ist der 35-Jährige bestens integriert, hat einen Schweizer Pass und kandidiert für die BDP für einen Sitz im Kantonsrat.

Als 19-Jährige flüchtete Solomo Tesfaye aus Äthiopien in die Schweiz. Das war vor 16 Jahren. Seither ist viel geschehen – am 12. März 2017 will er für die BDP in den Kantonsrat gewählt werden.

Wie der heute 35-Jährige erzählt, seien die ersten Jahre in der Schweiz schwierig gewesen, insbesondere wegen der neuen Sprache und Kultur: «Ich bin einfach in eine andere Welt gekommen, aber ich habe gekämpft und mich integriert.»

Die Integration gelang. Seit 14 Jahren arbeitet er in der Gastronomie, er spricht Deutsch und Französisch und seit 2016 hat er einen Schweizer Pass. Wie er gegenüber Tele M1 erklärt, sei hier nun seine Heimat. Deshalb möchte er auch etwas tun für seinen Kanton und sich einbringen.

Dass er Kandidat für die BDP ist, hat auch mit seinem Chef Chris van den Broeke zu tun, der Amteipräsident der BDP Solothurn-Lebern ist. Die beiden hätten sich oft über Politik-Themen, über Initiativen oder was die Partei so mache unterhalten.

Weil sich die Partei auch die «Integration von Immigranten» auf die Fahne geschrieben habe, erklärt van den Broeke, habe er Tesfaye irgendwann gefragt, ob er nicht in die Partei eintreten wolle. 

Gründerin der BDP als politisches Vorbild

Nun ist Solomo Tesfaye einer der insgesamt 13 Kantonsratskandidaten der BDP Solothurn Lebern. Sein politisches Vorbild ist Eveline Widmer-Schlumpf. Auch sie habe sich gegen viele Widerstände durchsetzen müssen. «Sie hat gekämpft für die Partei. Ihre Politik und ihre Strategie gefallen mir sehr. Darum bin ich einfach BDP».

Bisher sind die Chancen für einen Einzug in den Kantonsrat für Solomo Tesfaye eher klein – die Partei muss ihre bisherigen zwei Sitze behalten können. Aber Tesfaye ist sich gewohnt im Leben nicht so schnell aufzugeben. (coh)

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