Wildes Plakatieren
«Widerlich» und «unnütz»: Das löst Hadorns Plakataktion bei Lesern aus

Plakate von SP-Nationalrat sorgten für Aufsehen - und Kritik. Hadorn nutzte den letzten Monat vor Beginn einer neuen Regelung bezüglich wildem Plakatieren, um Wahlkampf zu betreiben. Wir haben unsere Leser gefragt, was sie von der Aktion halten.

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Diese Plakate von Philipp Hadorn wurden vielerorts aufgehängt. Bis Ende August sollen sie aber wieder verschwinden.

Diese Plakate von Philipp Hadorn wurden vielerorts aufgehängt. Bis Ende August sollen sie aber wieder verschwinden.

szr

SP-Nationalrat Philipp Hadorn sorgte mit aufgehängten Plakaten im Kanton Solothurn für Diskussionen. Ab 1. September gibt es nämlich eine neue Regelung, die vorschreibt, dass mit dem wilden Plakatieren erst sechs Wochen vor Wahltag begonnen werden darf.

Hadorn nutzte also die Chance, diesen Monat noch Wahlkampagne zu machen, bis die Vorschrift nächsten Monat in Kraft tritt.

Meinungen der Leser

In einer Umfrage wollten wir wissen, ob Sie dieses Vorgehen für angebracht halten. Mit 81 Prozent sagte die Mehrheit der Leser «nein». Nur 43 der insgesamt 226 Teilnehmer finden es in Ordnung, wenn Plakate noch aufgehängt und bis Ende August wieder entfernt werden.

Die Kommentare unterhalb des Artikels zeugen von klaren Meinungen.

Dieser Leser scheint sich über die Plakate nicht sonderlich zu freuen: «...der Kantonsrat sollte so viel Mut aufbringen und diese Plakat-Aktionen endgültig verbieten. Die Umwelt und vor allem die Mitbürgerinnen und Mitbürger wären mehrheitlich dankbar, diese Botschaften und Köpfe nicht jeden Tag zu sehen.» Damit ist er nicht alleine - wildes Plakatieren wird laut weiteren Kommentaren auch von anderen Lesern als «widerlich» oder «unnütz» empfunden.

Andere Seiten stört die Aktion gar nicht. Von dort her heisst es, das Ganze sei einfach wieder ein willkommener Grund für die SVPler sich aufzuregen.

Die Äusserungen «SP und Grüne sind voll unten durch» und «christlicher Herr Hadorn hat Fischli am Kragen», die in keinem Zusammenhang zu der Umfrage stehen, kommentiert ein anderer Leser ganz nüchtern: «Würde Philipp Hadorn zur SVP gehören, würden diejenigen anprangern, welche die Aktion jetzt gutheissen und diejenigen gutheissen, welche sie jetzt anprangern. Mit der Aktion selber hat das nichts zu tun.» (nka)

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