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Trotz Temperaturen über 30 Grad: Aare nach wie vor zu «gefährlich» zum Baden, Böötlen und Paddlen

Die kommenden Tage versprechen, heiss zu werden. Viele hoffen auf Abkühlung in in der Aare. Die Kantonspolizei warnt aber weiterhin vor den Gefahren im und auf dem Fluss.

Marius Fellinger
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In den nächsten Tagen weiterhin nicht empfohlen: Gummiringe auf der Aare.

In den nächsten Tagen weiterhin nicht empfohlen: Gummiringe auf der Aare.

Wolfgang Wagmann

Endlich! Diese Woche kehrt der Sommer in die Schweiz zurück. Auch der Region Solothurn stehen Hitzetage bevor: Bereits für Dienstag werden Höchsttemperaturen zwischen 25 und 27 Grad erwartet, am Mittwoch setzt sich der Trend fort. Am heissesten wirds am Donnerstag: In Grenchen, Solothurn und Olten klettert das Quecksilber jeweils auf über 30 Grad. Ob die Hitzewelle auch am Wochenende anhält, ist laut SRF Meteo noch offen.

Bei diesen Temperaturen lockt unweigerlich der Sprung ins kühle Nass. Doch: Die Kantonspolizei empfiehlt der Bevölkerung, nicht in der Aare zu baden. Auch vom Befahren mit Gummibooten oder SUPs rät sie ab. «Die Wassermenge ist nach wie vor zu hoch», erklärt der Sprecher der Kapo, Dario Panzeri. «Das trübe Wasser, Strudel oder Strömungen in der Nähe von Brückenpfeilern machen die Aare gefährlich.»

«Es besteht kein Badeverbot»

Diese Empfehlung gilt laut Panzeri so lange, bis die Wasserqualität besser wird und die Wassermenge abnimmt. «Wann sich die Lage bessert, können wir nicht abschätzen. Wir können keine Prognosen abgeben, wann sich die Empfehlung ändern wird.» Dies müsse laufend anhand der Situation am Fluss abgeschätzt werden.

Ein Blick auf die aktuellen Zahlen zur Aare zeigt: Noch beträgt der Abfluss über 630 Kubikmeter pro Sekunde. Die Temperatur liegt bei knappen 18 Grad.

Der Abfluss wird sicher noch so lange so hoch bleiben, bis sich der Wasserstand des Bieler- und Neuenburgersees normalisiert hat. Der Bielersee ist Stand Montagabend bei 429.35 Metern, der Neuenburgersee bei 429.61. Beides bedeutet nur noch Gefahrenstufe 1. Der normale Wasserspiegel beider Seen liegt bei 429 Metern über dem Meeresspiegel.

Klar ist von Seiten der Polizei: «Es besteht kein Badeverbot für die Aare», sagt Dario Panzeri. Falls sich trotz der Empfehlung die Leute zahlreich auf die Aare begeben oder im Fluss baden, werde die Kantonspolizei vor Ort mit den Leuten das Gespräch suchen und auf Risiken hinweisen. «In der Regel zeigen sich die Leute einsichtig – so war es in den bisherigen Fällen.»

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