Zum Bundesinventar Landschaften und Naturdenkmäler gehört das waldreiche Gebiet zwischen Lenzburg und Olten. Zwei hintereinanderliegende Ketten des Faltenjura mit pultartig ansteigenden Südhängen und steil abfallenden Flühen gegen den Norden sind hier charakteristisch. Im westlichen, dem Solothurnischen Teil, ist eine starke, urtümliche noch wenig berührte Naturlandschaft zu erkennen.

Als Folge der spezifischen geologischen Verhältnisse mit Gips-Anhydritlager in tiefreichenden Bruchzonen des Gesteins, entstanden Schwefelquellen. Zum Beispiel Bad Lostorf. Heute zwar geschlossen, aber zu Beginn des 15. Jahrhunderts entdeckt, ist sie eine der schwefelhaltigsten Quellen der Schweiz. Die Wälder sind bewachsen mit Hirschzungen-Ahorn, Linden und Kalkbuchen. Zu finden sind seltene Wald- und Wiesengemeinschaften.

So sind die stark gefährdete Orchideenart Spinnen-Ragwurz (Ophrys araneola) oder die Knollige Kratzdistel (Cirsium tuberosum) zu entdecken. Die rund 7 ha grosse, stillgelegte Gipsgrube von Kienberg ist ein besonderes Kleinod. Sie ist seit 2010 im nationalen Inventar der Trockenwiesen und -weiden (TWW) zu finden. Durch eine extensive Beweidung mit Ziegen und sporadischen Pflegeeinsätzen wird die Grube von Überwucherung offen gehalten.