Wahlen 2019

Wer rettet den einzigen Solothurner Frauensitz?

Der bisherige Solothurner Nationalrat: Stefan Müller-Altermatt, Kurt Fluri, Bea Heim, Philipp Hadorn, Walter Wobmann und Christian Imark.

Der bisherige Solothurner Nationalrat: Stefan Müller-Altermatt, Kurt Fluri, Bea Heim, Philipp Hadorn, Walter Wobmann und Christian Imark.

Schickt der Kanton Solothurn auch in der nächsten Legislaturperiode wieder mindestens eine Frau nach «Bern» oder reiht er sich unter die wenigen «frauenlosen» Kantone ein? Dies ist eine der spannenden Fragen vor den heutigen nationalen Wahlen im Kanton Solothurn.

Die Ausgangslage ist folgende: Bea Heim (SP) tritt nicht mehr zur Wiederwahl an. Die restlichen fünf Solothurner Nationalräte, alles Männer, möchten eine weitere Legislatur im Bundeshaus arbeiten. Bei der SP stehen aber nicht nur Frauen auf vorderen Startplätzen für die Heim-Nachfolge, sondern mit Ex-Regierungsrat Peter Gomm und Ex-Kantonsratspräsident Urs Huber auch zwei Männer mit reellen Wahlchance.

Auf der anderen Seite muss sich der bisherige SP-Nationalrat Philipp Hadorn warm anziehen. Er hatte vor vier Jahren SP-Kantonalpräsidentin Franziska Roth nur knapp hinter sich gelassen. Möglich ist es auch, dass die Grünen angesichts des prognostizieren Höhenfluges eine Kandidatin durchbringen. Statt "keine" plötzlich "zwei Frauen" wäre dann durchaus ebenfalls in realistisches Szenario.

Bei den Ständeratswahlen konnte bei den letzten beiden Wahlen niemand so richtig am Dauerläufer-Duo Pirmin Bischof (CVP) und Roberto Zanetti (SP) rütteln, nicht einmal die im Kanton Solothurn so allmächtige FDP. Zuletzt konnten Gegenkandidaten einzig erreichen, dass es für einen der beiden zu einem zweiten Wahlgang kam.

Dieses Jahr stürzen sich die Parteipräsidenten Christian Imark (SVP) und Stefan Nünlist (FDP) sowie der frühere Grünen-Parteipräsident Felix Wettstein in diese "mission impossible". Der Bisherigen-Bonus dürfte aber auch in einem zweiten Wahlgang ausschlaggebend sein.

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