Kanton Solothurn
Wer mit Virusvariante B 1.1.7 in Kontakt kam, für den gelten strengere Quarantäne-Bestimmungen

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Die Personen unter Quarantäne werden häufiger getestet, um frühzeitig eine Erkrankung zu erkennen.

Die Personen unter Quarantäne werden häufiger getestet, um frühzeitig eine Erkrankung zu erkennen.

Getty

Laut Medienberichten möchte das Bundesamt für Gesundheit BAG bei Personen, die mutmassliche mit der ansteckenderen Virusvariante B 1.1.7 in Kontakt gekommen sind, strengere Quarantänebestimmungen einführen. Im Kanton Solothurn wird dies bereits umgesetzt, heisst es auf Anfrage beim Gesundheitsamt.

«Wenn Verdacht besteht, dass eine Infektion mit der neuen Variante des Corona-Virus vorliegt, wird ein intensiviertes Contact Tracing durchgeführt und der Kreis der Kontaktpersonen erweitert», schreibt David Kummer, der Kommunikationsverantwortliche des Fachstabs Pandemie. «Der Zeitraum der zu verfolgenden Kontakte wird von aktuell 48 Stunden auf 5 Tage erweitert, und die Kontakte der Kontaktpersonen werden ebenfalls zurückverfolgt und unter Quarantäne gestellt.»

Die Personen unter Quarantäne würden ausserdem häufiger getestet, um frühzeitig eine Erkrankung zu erkennen. Komme es zu einem positiven Testresultat, dann würden die Proben auf die Mutationen der neuen Coronavirus-Variante hin untersucht. «Ziel ist es, jede Infektionskette rechtzeitig und wirksam zu unterbinden und so zu verhindern, dass sich die neue Corona-Variante ungehindert etablieren kann. Die Testzentren wurden in diesem Zusammenhang angewiesen, entsprechende Verdachtsfälle umgehend dem kantonsärztlichen Dienst zu melden.»

Bei Reiserückkehrern bestehe bereits eine Meldepflicht. Insgesamt führe diese Erweiterung zu einer deutlichen Mehrbelastung des Contact Tracing. Die personellen Ressourcen würden entsprechend ausgebaut und die Prozesse laufend optimiert.