In den Kursbüchern hat die Eisenbahnlinie zwischen Solothurn und Moutier die Nummer 411. Diese Bezeichnung ist für Promotionszwecke nur schlecht verwendbar. Die Züge, die die beiden Städte verbinden, sollen einen attraktiven Namen erhalten. Deshalb lanciert der Verein Weissensteintunnel Linie 411 zusammen mit Solothurn Tourismus einen Wettbewerb, der sich an die Bevölkerung richtet.

Name für hüben und drüben

Bis kommenden 31. Januar können findige Köpfe einen oder auch mehrere Vorschläge per Mail einreichen. Idealerweise funktioniert der neue Name sowohl im deutschsprachigen solothurnischen Gebiet, als auch im französischsprachigen Jura. Eine Jury – bestehend aus Tourismusfachleuten, Politikern und Marketingexperten aus dem Vereinsvorstand – wählt den besten Vorschlag aus. Diesen wird die SBB künftig zur Vermarktung der Bahnlinie Solothurn-Moutier in alle Welt, oder zumindest in die ganze Schweiz, hinaustragen.

Wer den nach Ansicht der Jury treffendsten, geeignetsten Namen für die Züge auf der Strecke Solothurn-Moutier einreicht, erhält als Dankeschön einen Wertgutschein über 150 Franken für das Bergrestaurant Hinter-Weissenstein sowie Tickets für die Bahnstrecke Solothurn-Moutier, die Seilbahn und die Fahrt mit dem Kinozug durch den Weissensteintunnel. All jene, die es in die Endausscheidung, nicht jedoch bis ganz zuoberst geschafft haben, kriegen einen Preis für ihr geistiges Engagement: Die Plätze zwei bis zehn werden zu einer Tunnelkinofahrt eingeladen. Die Gewinnerinnen und Gewinner werden persönlich benachrichtigt.

Das Ja aus Bern zur Sanierung des Weissensteintunnels war eine wichtige Weichenstellung für die ganze angrenzende Region: Die Eisenbahnlinie zwischen Solothurn und Moutier muss nicht eingestellt, sondern sie kann mindestens zusätzliche 25 Jahre betrieben werden. Das zuständige Bundesamt für Verkehr (BAV), das das Geld gesprochen hatte, machte jedoch klar, was es als Gegenleistung für diese Investition in die Bahninfrastruktur erwartet: Die Strecke Solothurn-Moutier muss attraktiver werden, die Frequenzen müssen steigen.

Dafür wurde der Verein Weissensteintunnel Linie 411 als Nachfolgeorganisation des Komitees «Weissensteintunnel erhalten» gegründet. Der Verein will, dass die Bahnstrecke, die nach der Sanierung noch mehr Potenzial haben wird, langfristig Bestand hat. Er begleitet die Bauarbeiten als regionale Gruppe und ist bestrebt, die Attraktivität der Verbindung zu steigern, um die Passagierzahlen nachhaltig zu erhöhen. Vereinspräsident ist Nationalrat Stefan Müller-Altermatt, Gemeindepräsident von Herbetswil. (mgt)

Die Namens-Vorschläge mit Angaben zu
Absender und Adresse an: wettbewerb@linie411.ch.

Weitere Informationen auf der Website www.linie411.ch.