Es ist eine Tradition: Die Hundeschule Berghof aus Rüti bei Büren macht jährlich einen Ausflug auf den Weissenstein. Weil die Wetteraussichten unsicher sind, dachte man aber, der Ausflug würde dem Wind zum Opfer fallen. Aber die Ausflügler hatten Glück: Am Nachmittag öffnete sich der Himmel. 

Gut gelaunt und etwas nervös, versammelten sich Anfang März 33 Personen mit ihren Hunden an der Talstation zur Gondelbahn in Oberdorf. Die Hundehalter wurden angewiesen, nur mit zwei Hunden pro Gondel den Berg zu erklimmen. Für manche Hunde wurde die Wartezeit vor den Gondeli etwas lang. «Aber auch das meisterten alle mit Bravour», wie Leiterin Erika Howald berichtet.

Zum Entwerten des Billets musste das Drehkreuz passiert werden. Das ist gar nicht so einfach mit dem Hund. «Darum ist es besonders wichtig, dass der Hund mit genügend Distanz hinter diesem Kreuz wartet und es erst auf unseren Befehl hin passieren darf», so Howald. «Ich bin mir ganz sicher, dass schon mancher Hund einen Schlag auf den Kopf oder Rücken verpasst bekommen hat, nur weil sein Besitzer nicht achtsam war.»

Bei der Station auf dem Weissenstein konnten Herrchen/Frauchen und Hund zeigen, wie richtig ausgestiegen wird: Der Hundeführer steigt zuerst aus der Gondel und sein Hund folgt ihm nach.

Einige Hunde waren noch nie auf dem Ausflug mit dabei, andere schon öfters. Nur noch ein paar Meter laufen und dann kommt das schönste was es im Hundeleben überhaupt gibt. Sich mit Artgenossen so richtig im Schnee austoben. Kräftemessen, Rennen, sich im Schnee winden, auffordern mit Blickkontakt zur Verfolgungsjagd gehören mit dazu.

Im Sennhaus gab es dann noch ein «Zvieri» – alle fast dreissig Hunde waren mit im Raum. (mgt/ldu)