Der Regierungsrat soll konkret aufzeigen, wie er die schulischen Überprüfungen, Tests und Checks reduzieren kann. Dies verlangt Beat Künzli (SVP, Laupersdorf) in einem Vorstoss, den die Bildungs- und Kulturkommission (BIKUKO) an ihrer letzten Sitzung eingehend diskutiert hat.

«Die Kommissionsmitglieder waren sich mehrheitlich einig, dass die verschiedenen Checks sehr zeitaufwendig sind und sehr viel Organisation erfordern», heisst es in einer Mitteilung. Auch gebe es zuweilen Doppelspurigkeiten, da auch einzelne Lehrbetriebe mit den Lehrstellenanwärtern Tests durchführen.

Die Diskussion in der BIKUKO verlief lebhaft und es wurden einige Beispiele aus der Praxis erläutert. Am Ende erklärte die Mehrheit den Auftrag für erheblich.

Weicher Einstieg in den Kindergarten

Kinder sollen den Kindergarten probeweise besuchen dürfen und – falls sie den Anforderungen noch nicht gewachsen sind - wieder aussteigen können. Michael Ochsenbein (CVP, Luterbach) fordert mit einem Auftrag einen weichen Einstieg bei der Einschulung in den Kindergarten. Zudem sollen die Stundenpläne dem Entwicklungsstand der einzelnen Kinder angepasst werden.

Der Regierungsrat unterstützt diesen Auftrag nicht: Bereits heute werden die Kinder im Kindergarten individuell, gestützt auf ihren Entwicklungsstand, gefördert. Das Pensum der Kinder kann jeweils angepasst werden. Es besteht also bereits die Möglichkeit eines «weichen Einstiegs».

Ein eigentlicher Probeeinstieg in den Kindergarten hätte jedoch grosse Auswirkungen auf die Planungssicherheit und würde Unruhe in den Kindergarten bringen. Die Bildungs- und Kulturkommission ist diesen Argumenten des Regierungsrates grossmehrheitlich gefolgt und hat den Auftrag für nicht erheblich erklärt. (sks)