Solothurn

Welche Folgen hat der Klimawandel für den Wald? Ein Waldspaziergang soll aufklären

Eine Fichte im Trockenstress.

Eine Fichte im Trockenstress.

Herbstliche Wälder schon im Sommer: Dass langanhaltende Hitze und Trockenheit Folgen für den Wald haben, zeigt sich in diesem Ausnahmesommer überall. Die Naturforschende Gesellschaft des Kantons Solothurn lädt deshalb zu einem Waldspaziergang, um die Auswirkungen der extremen Witterungsverhältnisse direkt aufzuzeigen.

Klimatische Veränderungen kamen in der Erdgeschichte immer wieder vor und Bäume passten sich den neuen Bedingungen über Generationen an. Das Besondere an der derzeitigen, vom Menschen verursachten Klimaveränderung ist ihr Tempo. In der Schweiz ist die Temperatur in den letzten 200 Jahren so stark gestiegen wie sie in den letzten 5000 Jahren abgenommen hat, nämlich um 1.8 °C. Und es wird prognostiziert, dass es noch wärmer und trockener wird bis zum Ende des 21. Jahrhunderts.

Für die Holznutzung werden die Bäume etwa nach 70 bis 120 Jahren gefällt. Die momentanen klimatischen Bedingungen ändern sich also während eines Baumlebens markant, was die Anpassungsfähigkeit einer Art einschränkt. Die erhöhte Trockenheit und Temperatur bereiten gewissen Baumarten wie der Fichte und der Buche bereits Mühe. Sie leiden unter Trockenstress.

Dadurch werden sie in ihrem Wachstum gehemmt oder in ihrer Abwehrkraft gegenüber Schädlingen geschwächt. Zudem nimmt die Waldbrandgefahr zu und es ist vermehrt mit starken Stürmen wie Burglind in diesem Jahr zu rechnen. Bestehende Waldbestände können dadurch geschwächt werden oder gar eingehen. Für Menschen sind wichtige Waldleistungen wie die Holznutzung oder der Schutz vor Naturgefahren gefährdet.

Welche Handlungsmöglichkeiten hat der Mensch? Auf dem Spaziergang durch den Wald werden Spuren des Klimawandels gezeigt und dabei erklärt, wie sich der Wald in den nächsten Jahren verändern könnte, heisst es in der Medienmitteilung der Verantwortlichen. (mgt)

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