Kanton Solothurn

Weiterer Todesfall: 80-jähriger Mann stirbt an Corona, erste Zahlen zu Ansteckungen nach Regionen

Erstmals wurden vom Gesundheitsamt Zahlen zu den Ansteckungen in den Regionen veröffentlicht. Am meisten Corona-Fälle (101) zählt der Bezirk Olten.

Erstmals wurden vom Gesundheitsamt Zahlen zu den Ansteckungen in den Regionen veröffentlicht. Am meisten Corona-Fälle (101) zählt der Bezirk Olten.

Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle im Kanton Solothurn hat über das Wochenende die 500er-Marke überschritten. Bis am Montag sind 503 Personen positiv auf Covid-19 getestet worden, ein 80-jähriger Mann starb.

Mit vier neuen Fällen seit vergangenem Freitag ist im Kanton Solothurn weiterhin kein markanter Anstieg der Neuansteckungen seit der Beendigung der ausserordentlichen Lage mit weiteren Lockerungen der Schutzvorschriften festzustellen. Seit dem 19. Juni wurden kaum mehr als ein oder zwei neue Fälle täglich gemeldet.

Über das Wochenende ist auch ein weiterer Todesfall dazu gekommen. Bis jetzt sind im Kanton Solothurn 18 Todesfälle im Zusammenhang mit der Coronapandemie zu beklagen. Beim letzten Opfer handelte es sich nach Auskunft des Gesundheitsamts um einen über 80-jährigen Mann mit entsprechenden Vorerkrankungen. Derzeit sind im Kanton zwei Covid-19-Patienten hospitalisiert.

Erstmals seit dem Ausbruch der Pandemie hat das Gesundheitsamt detaillierte Zahlen nach Regionen veröffentlicht. Man trage damit dem schweizweit verstärkten Trend nach mehr Transparenz Rechnung, heisst es auf Anfrage. Am meisten Corona-Fälle (101) zählt der Bezirk Olten, wobei der Anteil am Gesamttotal auch haargenau dem Bevölkerungsanteil der Oltner an der gesamten Kantonsbevölkerung entspricht.

Überhaupt scheinen die Zahlen die Annahme zu widerlegen, Corona würde sich im städtisch geprägten Gebiet proportional stärker verbreiten als in ländlicheren Regionen. In Solothurn zum Beispiel liegt die Zahl der Fälle mit 18 deutlich unter dem Anteil am Total, den man aufgrund der Bevölkerungszahl erwarten könnte. Gemessen am Bevölkerungsanteil weisen dagegen die Bezirke Gösgen (72 Fälle) und Thierstein (47) eine doch markant erhöhte Ansteckungsrate aus. 

Autor

Urs Moser

Urs Moser

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