Niederschlag im Juni
Weissenstein im Regen-Ranking ganz oben – Sennhaus-Wirt musste zum ersten Mal Keller auspumpen

Der Juni war bisher sehr nass. Der Solothurner Hausberg schafft es mit der Niederschlagsmenge der ersten Monatshälfte sogar auf den zweiten Platz im Schweizer Regen-Ranking.

Merken
Drucken
Teilen
Der Juni auf dem Solothurner Hausberg war bisher sehr regenreich. (Archivbild)

Der Juni auf dem Solothurner Hausberg war bisher sehr regenreich. (Archivbild)

Oliver Menge

Meteo Schweiz hat für «20 Minuten» ermittelt, wo es diesen Monat (1. bis 14. Juni) am heftigsten geregnet hat. Im Vergleich zum vergangenen Jahr belegt der Solothurner Hausberg mit den relativen Werten von 2.74 mal mehr Regen schweizweit den ersten Platz.

Bei den absoluten Werten schafft es der Weissenstein auf Platz 2. Mit einem Niederschlag von 180.9 Millimeter regnete es in den ersten beiden Juni-Wochen folglich 180.9 Liter Wasser pro Quadratmeter.

Spitzenreiter war übrigens der Säntis mit einer Niederschlagsmenge von 185.1 Millimeter. Der Pilatus schafft es mit 173,2 Millimeter auf Rang 4.

Regen drückt aufs Portemonnaie

Unter dem vielen Regen auf dem Solothurner Hausberg leiden auch die Seilbahn und die Gastbetriebe auf dem Berg. Niemand hat Lust auf den Berg zu fahren.

«Man muss in dieser Branche damit rechnen», meint Konrad Stuber von der Seilbahn Weissenstein AG gegenüber «TeleBärn». Das könne man verkraften. Im Vorjahr seien es zirka 160'000 Zutritte gewesen, dieses Jahr rund die Hälfte.

Auch für Willy Niederberger, Wirt im Restaurant Sennhaus, läuft das Geschäft nicht blendend. Ohne Reisegruppen, die reserviert haben, würde es schwierig werden, sagt er.

Der Wirt musste dieses Jahr zum ersten Mal seit er vor 33 Jahren den Betrieb übernommen hatte, Wasser aus dem Keller pumpen. «Der Keller war nass, es hat aber glücklicherweise keinen Schaden gegeben.» (nac/ldu)