In verschiedenen Schweizer Spitälern streikte der Notruf zum Jahresbeginn. Ab Punkt 00.01 Uhr am 1. Januar funktionierte das Patientenrufsystem wegen eines Softwarefehlers nicht mehr. Betroffen war auch die Solothurner Spitäler AG (soH), wie «watson» berichtete. Hier fiel der Notfallknopf («Schwesternruf») aus. «Dadurch war auch die Alarmierung eingeschränkt und konnte nur telefonisch ausgelöst werden», erläutert Mediensprecher Oliver Schneider auf Nachfrage.

Die Patienten seien unverzüglich informiert worden. Zudem hat die soH einige Anpassungen vorgenommen. Türen wurden offen stehen gelassen, um auf die Rufe der Patienten reagieren zu können. Zudem wurden Handglocken eingekauft und verteilt sowie Notgeräte installiert. Das Personal verstärkte die Kontrollgänge und erledigte gewisse administrative Arbeiten in der Nähe der Patienten. 

Schneider spricht von Verzögerungen, grössere Zwischenfälle seien jedoch ausgeblieben.

Zirka 150 Patienten betroffen 

Betroffen vom Systemausfall waren rund 150 Patienten in verschiedenen Abteilungen und unterschiedlichen Häusern am Bürgerspital Solothurn, Kantonsspital Olten und im Spital Dornach. «Im Bürgerspital Solothurn waren vor allem das Bettenhochhaus und das Haus 9 betroffen, in Olten der Trakt D», so Oliver Schneider. 

Seit Dienstag werde nun gemeinsam mit dem externen Lieferanten «intensiv» an der vollständigen Instandsetzung in Dornach, Olten und Solothurn gearbeitet. «In den meisten Bereichen funktionieren Notfallknopf und Alarmierung wieder. Einige Flurdisplays müssen noch bis Anfang nächster Woche ersetzt werden, was aber keinen Einfluss auf die Funktionalität hat.» (ldu)