Im August 2017 beginnt die obligatorische Weiterbildung zur Einführung des neuen Lehrplans 21, sie dauert bis 2019. Die 3‘250 Lehrpersonen der Volksschule (Kindergarten, Primarschule und Sekundarstufe I) werden je zwei Workshop-Tage besuchen. Diese Weiterbildung erfolgt grösstenteils in der unterrichtsfreien Zeit.

Die Bildungs- und Kulturkommission war mehrheitlich der Ansicht, dass sich die Kosten dafür in einem vertretbaren Rahmen bewegen, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Sie hat dem Verpflichtungskredit von 997‘500 Franken mit grossem Mehr zugestimmt.

Begleiteter Berufseinstieg für Lehrpersonen optimieren

Junglehrpersonen scheiden oft nach kurzer Zeit aus dem Lehrberuf aus. Dem dadurch entstehenden Lehrpersonenmangel soll entgegengewirkt werden, indem der begleitete Berufseinstieg weiter optimiert wird. Bereits jetzt werden verschiedene obligatorische Orientierungsveranstaltungen durchgeführt, die auf ein positives Echo stossen.

Um die Begleitung der Lehrpersonen weiter auszubauen, soll gemäss einem Auftrag von Mathias Stricker (SP, Bettlach) das Konzept geprüft und die Einführung eines persönlichen Mentorates geklärt werden. Mit einer Mentorin oder einem Mentor sollen die Junglehrpersonen jederzeit eine kompetente Ansprechperson an ihrer Seite haben.

Der Regierungsrat hat den Auftrag erheblich erklärt, er will die Bedingungen abklären und auch die Mitglieder der Bildungs- und Kulturkommission haben mehrheitlich zugestimmt.

Klassen für Kinder mit mangelnden Deutschkenntnissen

Der Regierungsrat soll prüfen, wie man im Kanton Solothurn separate Klassen für Kinder schaffen kann, die über keine oder schlechte Deutschkenntnisse verfügen. Dies verlangt Beat Künzli (SVP, Laupersdorf) in einem Auftrag. Dank solcher Klassen sollen sich die Kinder schneller sowohl im Alltag als auch in der Schule zurechtfinden und sich besser integrieren.

Der Regierungsrat hat diesen Auftrag als nichterheblich erklärt, da es im Kanton Solothurn bereits solche Klassen für fremdsprachige Kinder gibt. Im Weiteren besteht die Möglichkeit, dass die Kinder in der Schule zusätzliche Deutschstunden besuchen. Zudem erfolgt schon in den Asylzentren ein erster Sprachunterricht. Die Mehrheit der Kommissionsmitglieder war mit dem Regierungsrat einig und stimmte der Nichterheblicherklärung zu. (sks)