Statistik

Wegen Grippe und Hitze: Im Kanton Solothurn starben 2015 6,6 Prozent mehr Menschen

Gross war der Anstieg der Todesfälle bei den über 65-Jährigen.

Gross war der Anstieg der Todesfälle bei den über 65-Jährigen.

Die Grippewelle und die Hitze forderten ihren Tribut: Nie mehr seit 1918 sind in der Schweiz so viele Menschen gestorben wie 2015. Im Kanton Solothurn sind 6,6 Prozent mehr Todesfälle verzeichnet worden.

Die Zahl der Sterbefälle nahm letztes Jahr um über 5 Prozent auf 67'300 zu, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag mitteilte. Mehr Tote waren letztmals 1918 im Jahr der Spanischen Grippe registriert worden, nämlich rund 75'000.

Betroffen vom Anstieg waren vor allem Personen ab 65 Jahren (+6 Prozent). Diesen setzten die Grippeepidemie am Jahresanfang und der Hitzesommer am stärksten zu.

Die Mehrheit der Kantone verzeichnete einen Anstieg der Todesfälle. Besonders hoch war die Zunahme im Tessin (+12,1%), im Wallis (+8,8%) und im Kanton Schwyz (+8,3%).

Einzig in den Kantonen Thurgau, Zug, Schaffhausen und Glarus ging die Anzahl Todesfälle zurück.

Im Kanton Solothurn starben im Jahr 2015 2'488 Personen – 155 mehr als im Vorjahr, was einem Plus von 6,6 Prozent entspricht. 

13 der Todesfälle im Kanton Solothurn waren Babys, die ihren ersten Geburtstag nicht erreichten. (ldu/sda)

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