Durchsetzungsinitiative
Wegen der SVP? Im Kanton interessieren sich Ausländer vermehrt für den Schweizer Pass

Die Durchsetzungsinitiative macht sich spürbar: Ausländer wollen vermehrt Schweizer werden. Alle drei Städte verzeichnen einen gestiegenes Interesse an Einbürgerungen.

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Der Schweizer Pass ist beliebt . (Archiv)

Der Schweizer Pass ist beliebt . (Archiv)

KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

Die Diskussionen um die Durchsetzungsinitiative der SVP hat auch im Kanton zu einer spürbaren Zunahme der Einbürgerungsgesuche geführt. Nachfragen bei den zuständigen Bürgergemeinden von Olten, Grenchen und Solothurn ergeben durchweg das, was Anita Hohl, Bürgerschreiberin von Solothurn, sagt:

«Es gibt vermehrt Anfragen und einen leichten Anstieg der Gesuche, aber keinen Ansturm.» Konkrete Zahlen kann Arlette Maurer, Bürgerschreiberin von Olten, nennen: Hatten sich in den ersten acht Wochen von 2015 nur 39 Personen die Einbürgerungsunterlagen besorgt, waren es in der gleichen Periode dieses Jahres deren 64. Effektive Gesuche gingen in diesen Zeiträumen fünf (2015) bzw. elf (2016) ein.

Maurer ist gespannt, wie es nach dem Wochenende weitergehen wird: «Ich kann mir durchaus vorstellen, dass der Ausgang der Abstimmung auch einen Einfluss auf die Anzahl Einbürgerungen hat.» Auch Renato Müller, Verwalter der Bürgergemeinde Grenchen, registriert, dass «die Zahl der Anfragen in letzter Zeit tendenziell zugenommen hat». Konkrete Zahlen kann er allerdings nicht nennen. (szr)

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