Heuschnupfen

«Wegen dem Husten konnte ich nachts nur noch im Sitzen schlafen»

Was den Bienen eine Freude ist, wird für Heidi Egli in den Frühlingsmonaten zur Qual.

Was den Bienen eine Freude ist, wird für Heidi Egli in den Frühlingsmonaten zur Qual.

Heidi Egli aus Solothurn leidet seit 14 Jahren an Heuschnupfen. Die 59-jährige kämpfte über Jahre von Februar bis Mai mit tränenden Augen, Nasenlaufen und Husten. Aber sie hat für sich auch ein Mittel gefunden, das ihre Symptome stark lindert.

Welche Symptome verursacht die Pollenallergie bei Ihnen?

Heidi Egli: Augen und Nase laufen ständig. Und hinten im Hals, beim Halszäpfchen, spüre ich einen Reiz, der mich zum Husten bringt. Das Nasenlaufen empfinde ich als am Schlimmsten, es ist wie ein starker Schnupfen, aber die körperliche Müdigkeit fehlt.

Wann tauchen die Symptome auf? Und worauf sind Sie genau allergisch?

Die Symptome beginnen Ende Januar oder Anfangs Februar, wenn die Tannen zu blühen beginnen. Allergisch bin ich gegen Tannen, Hasel und Weiden, gegen Tannen am meisten. Anfangs Mai klingen die Symptome dann wieder ab. Nach der Fasnacht habe ich einen Blumenstrauss mit Weidenkätzchen drin bekommen. Der hat dann auf meinem Esstisch gestanden und ich habe mich von Tränen und Nasenlaufen nicht mehr erholt, bis der Strauss entsorgt war.

Gibt es gewisse Medikamente oder Verhaltensweisen, die Ihre Symptome lindern?

Das Einzige, was mir wirklich geholfen hat, ist Kolostrum. Das ist pulverisierte Erstmilch, die Kühe ihren neugeborenen Kälbern in den ersten Lebenstagen geben. Die Kälber haben dann noch praktisch kein Immunsystem und dank der wertvollen Zusammensetzung dieser Erstmilch wird ihr Immunsystem erst aufgebaut. Diese Milch stärkt auch bei Menschen das Immunsystem und wirkt Allergien entgegen. Seit ich diese Kolostrum-Kapseln nehme, hat sich meine Lebensqualität stark verbessert.

Wie schränken die Symptome Sie im Alltag ein?

Seit ich Kolostrum nehme, laufen Augen oder Nase manchmal noch ein bisschen, aber ich kann damit gut leben. Vorher musste ich in den betreffenden Monaten immer ein Taschentuch dabei haben. Weil meine Nase immer gelaufen ist, haben sich teils auch die Nebenhöhlen entzündet. Die Entzündung hat sich teilweise auch auf die Ohren ausgeweitet. Meistens habe ich vor lauter Tränen kaum etwas gesehen. Auch bekam ich öfters Kopfschmerzen. Nachts war der Husten das Schlimmste, ich konnte deswegen kaum schlafen. Oft musste ich deshalb im Sitzen schlafen.

Ist die Allergie einfach plötzlich aufgetaucht, oder hat sie sich langsam eingeschlichen?

Die Allergie habe ich schon seit 14 Jahren. Sie hat sich langsam eingeschlichen und ist mit den Jahren immer stärker geworden. Anfangs habe ich jeweils gemeint, ich hätte nur eine Erkältung, aber Erkältungsmedikamente haben dagegen nie genützt. Es hat mich auch stutzig gemacht, dass diese angebliche Erkältung immer zur selben Zeit auftauchte. Nach zwei oder drei Jahren habe ich dann erkannt, dass es keine blosse Erkältung sein kann.

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