Zur Generalversammlung des Solothurner Verbands der Raiffeisenbanken haben sich heute rund 80 Personen in der Raiffeisen Arena in Hägendorf eingefunden. Präsident Rolf Kissling zeigte sich bei seiner Begrüssungsrede erfreut, eineinhalb Jahre nach der Eröffnung erstmals einen eigenen Anlass in der Arena durchführen zu können.

Ins Zentrum stellte er die Frage: «Wie sieht die Zukunft der Banken aus?». Dabei betonte er, dass Raiffeisen bis jetzt immer gut mit neuen Entwicklungen umgegangen sei. In seinem Jahresbericht ging er sowohl auf das Weltgeschehen wie den Brexit oder die Wahl von Donald Trump als auch auf die «erfreulich guten» Ergebnisse der 17 Raiffeisenbanken im Regionalverband ein.

Auch ein erstes Treffen der Verwaltungsratspräsidenten, das vor einem Jahr erst angedacht war, hat stattgefunden und ist auf grosse Resonanz gestossen. Eine Wiederholung wurde gewünscht, und für das Jahr 2017 steht bereits ein Datum fest. Weiter berichtete Kissling, dass sich unter den 80 Kandidaten für den Verwaltungsrat von Raiffeisen Schweiz auch fünf Mitglieder des Regionalverbands befänden. Nicht verändert hat sich die Tatsache, dass jeder dritte Bewohner der Region Raiffeisenmitglied ist.

Im Anschluss präsentierte Beat Leuenberger die Rechnung 2016, gefolgt vom Budget 2017. Nachdem die Zahlen des Vorjahres bereits im Januar veröffentlicht wurden (wir berichteten), musste die Rechnung nun noch genehmigt werden. Leuenberger, der seit einem Jahr im Vorstand ist, erklärte, dass er aus Transparenzgründen und zum besseren Verständnis mehr Posten aufgeführt hat, als das bis anhin der Fall war. Mit dem Ziel, etwas Eigenkapital abzubauen, wurde für das Jahr 2017 ein Verlust von rund 24 000 Franken budgetiert.

Ausserordentliche Neuwahl

Obwohl der Vorstand vor einem Jahr für zwei Jahre gewählt worden ist, fand dennoch eine Wahl statt. Dagmar Adam, im Vorstand zuständig für das Ressort Ausbildung, trat aus dem Vorstand zurück, weil ihre Bank fusionierte und sie deshalb nicht mehr in einem Verwaltungsrat sitzt. Der Vorstand wünschte sich, dass das neue Mitglied in einem Raiffeisen-Verwaltungsrat sitzt, aus dem unteren Kantonsteil stammt und eine Frau ist. Mit Gabriela von Arx war die Wunschkandidatin gefunden. Die selbstständige Rechtsanwältin ist aus Niedergösgen und Verwaltungsratspräsidentin der Raiffeisenbank Niedergösgen-Schönenwerd-Eppenberg.

Danach wurden Mitarbeiter mit Dienstjubiläen und Prüfungserfolgen geehrt. Zum Schluss überbrachte Michael Federer das Grusswort der Raiffeisen Schweiz in St. Gallen. Er informierte zudem über Entwicklungen innerhalb von Raiffeisen im vergangenen und kommenden Jahr.