Etwa 80 Mal mussten am Donnerstagabend und in der Nacht auf Freitag die Feuerwehren aufgeboten werden. Um zirka 18 Uhr seien bei der Alarmzentrale der Kantonspolizei Solothurn Meldungen über Wassereinbrüche in Gebäude im Minutentakt eingegangen, meldet die Kantonspolizei Solothurn. 

Das Gewitter zog von Westen herkommend über die Gemeinden im Bucheggberg und über Solothurn in Richtung Osten. Besonders viele Meldungen sind aus der Region Olten und verschiedenen Gemeinden im Niederamt eingegangen. Darunter auch Lostorf. Die letzte Meldung ging um 21.50 Uhr bei der Alarmzentrale ein.

Im Niederamt regnete es nicht nur stark, es hagelte.

Regenfälle im Niederamt

Hagelsturm im Niederamt

Die Feuerwehren kümmerten sich um Wassereinbrüche in Keller und Einstellhallen, überflutete Strassenabschnitte und abgehobene Schachtdeckel wegen überfüllten Kanalisationen. Diverse Feuerwehren und zahlreiche Polizei-Patrouillen standen mit rund 80 Aufgeboten während mehreren Stunden im Dauereinsatz. Über verletzte Personen oder Tiere sind keine Meldungen eingegangen.

Zum Vergleich: Nach dem Gewitter vom Mittwoch waren es im Vergleich lediglich 10 Meldungen – besonders Etziken war betroffen.

Solothurn auf Hitlisten

«MeteoNews» hat Hitlisten zu den Niederschlägen und Windspitzen zusammengestellt. Und da erscheinen Solothurner Messstationen weit oben. 

Am meisten Regen im Kanton wurde bei der Messstation Niedergösgen verzeichnet. 38,6 mm Regen fielen vom Himmel. In Gösgen gab es 27 mm Niederschlag. In Lüterkofen-Ichertswil und Solothurn kamen 22 mm zusammen. Auf dem Balmberg (1083 m ü.M.) und in Breitenbach regnete es 21 mm.

Die Regen-Spitzenposition gehört übrigens Oron-la-ville VD mit 42 mm.

Die Gewitter wurden von einem teils stürmischen Westwind begleitet, welcher das Flachland in einer Art Druckwelle durchquert hat. 

Bei den stärksten Windböen erscheinen Solothurner Stationen sehr weit oben. Nur in Thierachern (BE) stürmte es mit 82 km/h mehr als im Kanton. In Niedergösgen zog der Wind mit 75 km/h übers Land. Ebenso in Gerlafingen. In Solothurn wurden 59 km/h gemessen.

Und welches Wetter erwartet uns heute: Zum meteorologischen Sommeranfang ist es ruhiger, es sind besonders am Nachmittag noch Regenschauer und in Richtung Berge auch kurze Gewitter möglich. Am Wochenende ist es dann meistens sonnig, Gewitter sind nur lokal in den Bergen zu erwarten. «Anfangs nächster Woche können die Gewitter wieder verbreitet auftreten und das Spiel beginnt von Neuem», schreibt «MeteoNews». (ldu)

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Erneutes Gewitter: 45'000 Blitze schlugen in der Schweiz ein

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Auch am Donnerstag wurden Teile der Schweiz von Starkregen und Hagel heimgesucht. So wie hier die Bilder aus der Region Embrach. Das sollte nun aber ein Ende haben: Der heutige meteorologische Sommerbeginn zeigt sich versöhnlich.