Solothurner Straftäter

Was passiert mit dem Ausbrecher von Königsfelden?

K. J. floh aus der psychiatrischen Klink Königsfelden - zwei Tage später wurde er festgenommen

K. J. floh aus der psychiatrischen Klink Königsfelden - zwei Tage später wurde er festgenommen

Zwei Tage nach dem Ausbruch aus der Psychiatrischen Klinik Königsfelden im Aargau konnte die Polizei den Solothurner Straftäter am Freitag festnehmen. Was passiert nun mit dem 52-Jährigen?

Der 52-jährige K. J.*, der 2013 in Büsserach seinen Bruder mit einer Schrotflinte erschossen hatte, wurde vor Gericht für schuldunfähig erklärt. Muss er nun zurück in den stationären Massnahmenvollzug oder wird er im Gefängnis untergebracht?

Für diese Frage sind die Solothurner Behörden zuständig. Doch beim verantwortlichen Amt für Justizvollzug will man sich auf Anfrage nicht in die Karte blicken lassen. «Zur Wahl über die künftige Vollzugseinrichtung können wir uns nicht äussern», erklärt Amtschef Michael Leutwyler. Die weitere Platzierung des Mannes werde nun genau geprüft. Leutwyler betont jedoch: «Der gerichtliche Vollzugsauftrag hat sich mit dem Entweichen des K. J. nicht geändert.» 

Dass der Solothurner ausserkantonal untergebracht worden ist, ist nicht ungewöhnlich. Die Kantone der Nordwest- und der Innerschweiz arbeiten unter anderem in einem Strafvollzugskonkordat zusammen. Auch bei stationären Massnahmen gilt: Wer wo untergebracht wird, ist abhängig von den Sicherheitsanforderungen und davon, wo es gerade freie Plätze hat. (sva)

* Name der Redaktion bekannt

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