Regierungsratswahlen

Was machen die Regierungsratkandidaten zwei Tage vor den Wahlen?

Regierungsratskandiaten - die Herausforderer für die Solothurner Regierungsratswahlen

Regierungsratskandiaten - die Herausforderer für die Solothurner Regierungsratswahlen

Nur noch zwei Tage verbleiben bis im Kanton Solothurn gewählt wird. Was machen die Regierungsratskandidatinnnen und -kandidaten eigentlich in dieser Zeit? Lehnt man sich zurück oder gibt man noch einmal Vollgas?

Brigit Wyss: «Wahlkampf gegen aussen»nicht mehr so aktiv

«Sehr gespannt»  sei sie auf die Regierungsratswahlen-Wahlen, erzählt auf Anfrage Brigit Wyss, Kandidatin der Grünen. Dennoch der «Wahlkampf gegen aussen» werde in den letzten zwei Tagen sicherlich nicht mehr so aktiv geführt, wie davor. Alles in allem hofft sie aber auf ein «gutes Resultat» am Wahltag. Sie selbst verbringt den Wahltag zusammen mit den Grünen in der Genossenschaft Kreuz in Solothurn und im Medienzentrum in der Reithalle, wobei sie auch von Tele M1 begleitet wird.

Roland Fürst: «einfach gespannt» auf das Wahlergebnis

Auch Roland Fürst, Kandidat der CVP, «nicht nervös» sondern «einfach gespannt» auf das Wahlergebnis. Vieles sei «denkbar» und er freue sich «grundsätzlich mal auf den ersten Termin», bei dem man auch «sieht wo man steht». «Ich habe seit Jahresbeginn etwa 60 Anlässe besucht», erzählt er. So wird auch er in den nächsten zwei Tagen nicht mehr an Veranstaltungen teilnehmen, sondern sich auf den elektronischen Wahlkampf per Social Media, wie «Facebook» beschränken. Am Wahltag selber pendelt er zwischen dem Restaurant Roter Turm und dem Medienzentrum in der Reithalle.

Remo Ankli: beginnt bereits der «Wahlkampf für den zweiten Wahlgang»

«Eine gewisse Nervosität» macht sich laut Remo Ankli, Kandidat der FDP, bemerkbar. Was den Wahlkampf angeht, so ist er der Meinung, dass die Leute am Besten in dieser noch kurzen Zeit mit Gesprächen zu überzeugen sind, oder per «Facebook» noch etwas zu erreichen ist, aber auch dort möchte er nicht «hyperaktiv» tätig sein. Ansonsten ist er der Ansicht, dass die «Meinungsmache eher gelaufen» sei. Für ihn beginne bereits der «Wahlkampf für den zweiten Wahlgang». Was den Wahltag betrifft, so wird er sich im Büro von Esther Gassler einfinden, um sich danach zusammen mit ihr ins Medienzentrum in der Reithalle zu begeben.

Roland Heim: «Wer vorher keinen guten Wahlkampf gemacht hat, dem nützen auch die kommenden Tage nichts mehr»

Nicht eine Spur von Nervosität macht sich bei Roland Heim, Kandidat der CVP, bemerkbar. Er schaue dem Wahltag «völlig gelassen» entgegen. An Veranstaltungen gehe er in den nächsten drei Tagen lediglich noch an die Eigenheimmesse und an private Anlässe. Sonst ist auch er der Ansicht: «Wer vorher keinen guten Wahlkampf gemacht hat, dem nützen auch die kommenden Tage nichts mehr». Am Wahltag wird er sich, so wie auch Roland Fürst, im Restaurant «Roter Turm» einfinden. Ab der Mittagszeit wird er dann in der Reithalle anzutreffen sein.

Albert Studer: Das «Ei ist gelegt»

Albert Studer, Kandidat der SVP, ist in den letzten Tagen vor den Wahlen vorallem mit der Arbeit in seiner Werkstatt beschäftigt. Das «Ei ist gelegt» findet er und lehnt sich für die restlichen Tage zurück. Es herrsche sozusagen «Waffenstillstand» für die nächsten Tage. Auch elektronisch wird er sich nicht mehr allzu aktiv betätigen, sei er doch «nie ein grosser Facebookler gewesen» wie er auf Anfrage mitteilt. Den Wahltag begeht er mit einem Brunch zusammen mit Freunden. Danach zieht es ihn vom «Ramada» hin zur Reithalle. 

Andreas Bühlmann: Am Sonntag zu Hause ein «Zmorge» zu sich nehmen und «die Sonntagszeitung lesen»

«Gelassen» ist auch das Stichwort bei Andreas Bühlmann, Kandidat der SP. Auch er besucht in den kommenden Tagen keine weiteren Anlässe, ausser der Delegiertenversammlung der SP Schweiz, welche noch auf dem Programm stehe. Ansonsten beschränkt er sich im weiteren Wahlkampf auf vereinzelte Emails und auf seine Homepage. Am 3. März werde er ganz normal zu Hause ein «Zmorge» zu sich nehmen, «die Sonntagszeitung lesen» und sich dann zusammen mit Peter Gomm auf den Weg in die Reithalle machen.

Hugo Ruf: Steuererklärung oder Vitaparcours

Hufo Ruf, als einziger Kandidat keiner Partei angehörig, hat sich bereits an die Anspannung für die Wahlen gewöhnt. Er sei «nicht mehr nervös» und geniesse nun etwas vermehrt das Privatleben. Er denkt bereits an den zweiten Wahlgang und die damit verbundenen Verpflichtungen, wie dem Druck des Wahlmaterials und vieles mehr. Nach einem Vitaparcours bei schönem Wetter oder dem Ausfüllen der Steuererklärung bei schlechtem Wetter begibt auch er sich am Sonntagnachmittag in die Reithalle.

Esther Gassler: Kaffee und Kuchen

Nervös sei sie nicht, so Esther Gassler, Kandidatin der FDP. Aber manchmal denke sie schon «uiuiui». Was Veranstaltungen betrifft so besucht sie in den nächsten Tagen keine mehr und entsprechend würde sie auch nicht mehr allzu aktiv Wahlkampf betreiben. Doch ab und zu gebe es «vor den Wahlen noch Bürgerinnen und Bürger welche sich per SMS bei mir erkundigen und mich nach meiner Meinung fragen», da gebe sie natürlich gerne Auskunft. Was Social Media angeht so benütze sie kein Facebook, «dies entspricht mir nicht», stellt sie klar. Sie beschränkt sich lieber auf ihre Homepage und Mails. Am Wahltag geht sie zuerst in die Kirche, um einer persönlichen Jahrzeit zu gedenken. Nach Kaffee und Kuchen mit Freunden geht es dann gestärkt ins Ratshaus und später zusammen mit Remo Ankli in die Reithalle.

Peter Gomm: «Etwas nervös bin ich vor Wahlen immer, sonst stimmt etwas nicht.»

«Etwas nervös» vor den Wahlen sei er «immer», erzählt Peter Gomm, «sonst stimmt etwas nicht». Sowie auch Andreas Bühlmann besucht er am Samstag die Delegiertenversammlung der SP Schweiz, dort werde er noch einen «letzten Auftritt» haben. Etwas länger schlafen als sonst wird er am Sonntag, dann geht es nach dem Frühstück in die Reithalle um die Resultate entgegenzunehmen. Anschliessend geht es für Peter Gomm ins «Volkshaus» und schliesslich noch nach Olten zu seinen «Freundinnen und Freunden aus Stadt und Amtei».

Meistgesehen

Artboard 1