SBB-Grossprojekt
Was bringt der 855 Millionen teure Eppenberg-Tunnel? Das sind die wichtigsten Fragen und Antworten

Die SBB lassen die Strecke Aarau-Olten mit dem Eppenberg-Tunnel ausbauen. Im Februar erfolgte der Durchstich, Mitte Juli lud die SBB Medienschaffende zur Besichtigung der Arbeiten ein. Die sechs wichtigsten Fragen zum Grossprojekt.

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Man ist im Fahrplan: Die Bauarbeiten am Eppenberg-Tunnel (Besichtigung vom 18. Juli 2018)
22 Bilder
Begehung in der Baustelle Eppenbergtunnel (18. Juli 2018)
Hier wird die Tunnelsohle betoniert. Die Arbeiten gehen zügig voran.
Weitere Impressionen von der Baustelle.

Man ist im Fahrplan: Die Bauarbeiten am Eppenberg-Tunnel (Besichtigung vom 18. Juli 2018)

Remo Fröhlicher

1. Wieso bauen die SBB diesen Tunnel?

Die Strecke Olten-Aarau ist mit 550 Zügen täglich eine der am stärksten befahrenen Strecken der Schweiz. Die SBB wollen diese Strecke mit einem Ausbau auf vier Spuren entlasten. Der Eppenberg-Tunnel ist das Kernstück dieses Ausbaus.

2. Was bringt der Tunnel den Passagieren?

Das Angebot wird im Nah- wie im Fernverkehr ausgebaut. Zwischen Bern und Zürich werden zu Hauptverkehrszeiten die Intercity-Züge im Viertelstundentakt fahren. Für die Strecke Olten-Aarau wird der Halbstundentakt Realität. Davon profitieren auch Schönenwerd, Däniken und Dulliken. Zwischen Aarau und Zofingen entsteht zudem eine Direktverbindung via Olten.

3. Wann wird die Strecke eröffnet?

2020 sollen die erste Züge auf der neuen Strecke fahren. «Wir sind auf Kurs und liegen gut im Zeitplan», sagt Thomas Schweizer, Gesamtprojektleiter Eppenberg der SBB.

4. Welche Arbeiten stehen noch an?

Der Tunnel wird mit PVC-Folie wasserdicht gemacht und mit Beton ausgekleidet. Drei Notausgänge werden zudem kontinuierlich angeschlossen. Weiter wird der Tunnelgrund mit Kies aufgeschüttet. Anwohner würden dadurch die Erschütterungen der Zugdurchfahrten weniger stark spüren. Und auch die angrenzenden Bahnhöfe müssen angepasst werden: So entstehen in Olten 19 neue Weichen.

5. Was kostet der Tunnelbau?

Die Gesamtkosten belaufen sich auf 855 Millionen Franken. Der Grossteil der Gelder stammt aus dem Fonds für Eisenbahngrossprojekte des Bundes.

Alleine das Bohrschild der 100 Meter langen Tunnelbohrmaschine wog 200 Tonnen.     

Alleine das Bohrschild der 100 Meter langen Tunnelbohrmaschine wog 200 Tonnen.     

Bruno Kissling

6. In welchen Dimensionen bewegt sich das Projekt?

Sechs Jahre dauert das Projekt, bereits am 2. Mai 2015 erfolgte der Spatenstich. Der Tunnel ist rund drei Kilometer lang. Die Tunnelbohrmaschine war 100 Meter lang und 2400 Tonnen schwer. Sie musste in Einzelteile zerlegt werden, um abtransportiert werden zu können. Rund 1250 Tonnen Beton werden von insgesamt 200 Arbeitern täglich verbaut. (rka)

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