Es fällt auf, dieses Schild –  wohl auch, weil man es nur selten sieht: Am Balmberg verbietet ein Schild, mit Inlineskates die Passstrasse hinunterzufahren.

Tatsächlich gibt es dieses Schild nur an diesem einen Ort im Kanton, wie Rolf Ziegler, Leiter Verkehrsmassnahmen beim kantonalen Amt für Verkehr und Tiefbau, erklärt. «Der Polizei ist aufgefallen, dass vermehrt Personen mit fahrzeugähnlichen Gefährten den Balmberg hinunterfuhren», klärt Ziegler auf. «Die Strasse wurde für diese Gefährte aber nicht als besonders geeignet betrachtet.» Als sich dann in einem anderen Kanton ein schwerer Unfall ereignete, habe man nicht mehr warten wollen. Im Juli 2017 kam deshalb das Schild auf den Berg. Angeordnet ist das Verbot nur talwärts, auch wenn normalerweise Fahrverbote in beide Richtungen angeordnet werden.

Das Verbotsschild gilt nicht nur für Rollschuhe

Aufgestellt wurde es sechsmal, unter anderem jeweils bei den Haltestellen des Postautos. Denn natürlich war die Strecke für Freizeitsportler nicht nur wegen der breit ausgebauten Strasse interessant, sondern auch weil das Postauto den Berg hochfährt.

Das runde Verbotsschild, zeigt zwar einen Inlineskate-Schuh. Tatsächlich aber gilt es nicht nur für Inlineskates, sondern für alle «fahrzeugähnlichen Gefährte», von Experten kurz «fäG» genannt. Darunter fallen «alle mit Rädern oder Rollen ausgestatteten Fortbewegungsmittel, die ausschliesslich durch eigene Körperkraft angetrieben werden» wie Rollschuhe, Skateboards, Trottinette, Ein- oder Kinderräder. Nicht dazu gezählt werden Fahrräder und Invalidenfahrstühle.

Der korrekte Name des Blechkreises, der zu den rund 170 offiziellen Verkehrsschildern und Signalen gehört, lautet übrigens: «2.15.3». Ähnliche Nummern tragen 2.15.1 (Skifahren verboten) und 2.15.2 (Schlitteln verboten) sowie 2.15 (Verbot für Fussgänger).

Am Weissenstein oder am Passwang gibt es das Schild nicht. Wenn es dabei bleibt, ist dies Rolf Ziegler auch nicht ganz unrecht. Dann bleibt der Schilderwald etwas begrenzt.