Im Dienst leisten die beiden Teams hervorragende Arbeit. An den Schweizer Meisterschaften der Polizeihundeführer in Lüterkofen lief es für die Solothurner allerdings gar nicht. Sowohl bei Flavia Bläsi als auch bei Peter Wohlrab flatterten die Nerven. Fehler häuften sich. 

Das widerspiegelt auch die Rangliste: Für Peter Wohlrab resultiert ein 36. Rang (225 von 300 möglichen Punkten) und für Flavia Bläsi der 42. Platz (190 Punkte). Gewonnen hat eine Bernerin.

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«Wir haben den Kanton Solothurn vertreten und wollten das besonders gut machen», blickt Wohlrab, der im Justizvollzug arbeitet, abschliessend zurück. Er sei fast übermotiviert gewesen. Diese Aufregung habe er an seinen Hund übertragen. «Roma könnte es besser. Die meisten Fehler habe ich gemacht, und nicht der Hund.»

Am schlechtesten lief es ihm bei der Wegrandsuche. Wohlrab liess Roma in einem Gebiet intensiv suchen, wo gar kein Gegenstand versteckt war. Am Schluss konnte Roma nur einen von drei Gegenständen finden. 18 von 50 Punkten aufs Konto. Am meisten Punkte gabs für ihn in der Disziplin Schutzdienst. Da verbuchten Wohlrab und seine Hündin sehr gute 72 Punkte – 80 wären möglich gewesen. 

Peter Wohlrab (mitte) entschied 2016 die Kantonalen Meisterschaften für sich. Ulrich Oppliger wurde zweiter, Flavia Bläsi Dritte. Weil Oppliger als Experte an den Schweizer Meisterschaften im Einsatz stand, konnte die Polizistin dessen Platz übernehmen.

Peter Wohlrab (mitte) entschied 2016 die Kantonalen Meisterschaften für sich. Ulrich Oppliger wurde zweiter, Flavia Bläsi Dritte. Weil Oppliger als Experte an den Schweizer Meisterschaften im Einsatz stand, konnte die Polizistin dessen Platz übernehmen. 

Auch Bläsi, die hauptsächlich auf dem Grenchner Kapo-Posten Dienst leistet, findet die Haupt-Fehler bei sich. «Ich war zu nervös.» Als Team hat es dann nicht optimal funktioniert. Obwohl die Richter ihr für die Gebäudesicherung 25 von 30 möglichen Punkten gaben und es beim Patrouillendienst 62 von 70 Punkten gab, ist ihr Name auf der Rangliste an drittletzter Stelle zu finden. Zu schlecht lief es ihr in den anderen Disziplinen, zu stark war die Konkurrenz. 

Durch die mässigen Ergebnisse habe sie sich nicht so motivieren können, sagt Bläsi. Der Hund sei im Gegenzug grundsätzlich immer motiviert. «Er will immer etwas arbeiten», so die 29-Jährige. 

Die nächsten Schweizer Meisterschaften finden in fünf Jahren statt. Ob die beiden dann nochmals ihr Glück versuchen werden (zuerst müssten sie sowieso die kantonale Ausscheidung bestehen), wissen sie noch nicht. Einen Hund auf so hohem Niveau auszubilden, brauche viel Zeit. 

Jörg Guggisberg, Präsident des Schweizerischen Polizeihundeführerverbands, zu den Schweizer Meisterschaften.