Jura

Wandern, klettern und ab in den Schnee: Unsere 11 Tipps für den Berg

Nebelmeer unter dem Grenchenberg – in den kommenden Wochen gilt wieder vermehrt «oben blau, unten grau».

Nebelmeer unter dem Grenchenberg – in den kommenden Wochen gilt wieder vermehrt «oben blau, unten grau».

Vom Grenchenberg über den Weissenstein bis zum Balmberg: Wir haben 11 Tipps für den Berg zusammengestellt.

1. Der Planetenweg: Wanderung durchs Weltall

Der Saturn auf dem Berg.

Der Saturn auf dem Berg.

Der Planetenweg ist ein Erlebnis für die ganze Familie. Jeder gewanderte Kilometer entspricht im Sonnensystem einer Milliarde Kilometern. Infotafeln vermitteln dabei die wichtigsten Charaktermerkmale der einzelnen Planeten. Startpunkt ist direkt hinter dem Kurhaus bei der Sonne. Merkur, Venus, Erde und Mars befinden sich nur wenige Minuten Fussmarsch entfernt davon. Der Weg führt weiter in Richtung Hinter-Weissenstein auf das Schiliz-Mätteli, an weiteren Planeten vorbei bis hin zum Althüsli. Noch weiter westlich beim Brüggligrat befindet sich Pluto und damit das Ende des Weges. Dank zahlreicher Feuerstellen kann man sich entlang des Wegs verpflegen.

Hinweis

Wanderzeit: 3 Std. 25 Min.
Distanz: 11,5 km
Schwierigkeit: mittel

2. Der Juragarten: Seit über 40 Jahren geschützt

Der Juragarten befindet sich direkt unter dem Kurhaus

Der Juragarten befindet sich direkt unter dem Kurhaus

   

Der Juragarten Weissenstein zeigt die typischen Pflanzen des Juras. Er liegt unmittelbar südlich des Kurhauses auf dem Weissenstein und ist das ganze Jahr über frei zugänglich. Insgesamt werden rund 200 Pflanzenarten aus den Vegetationstypen Bergwald, Waldsaum, Weide, Heuwiese, Wegrand, Geröllflur und Blaugrashalde gezeigt. Die blütenreichste Zeit ist während der Sommermonate Juni und Juli. Der Juragarten wird in ehrenamtlicher Arbeit gehegt und gepflegt. Eine Gruppe freiwilliger Mitarbeiter jätet, schneidet, putzt und erledigt auch alle anderen anfallenden Gartenarbeiten. Der Garten wurde am 27.6.1957 eingeweiht und ist seit 1977 kantonal geschützt. Das Juragarten-Helferteam sanierte 2018 die Mauer beim Westeingang. Später entstand in der Mitte des Gartens eine weitere Trockenmauer.

3. Schnitzeljagd mit Schokoladen-Fondue

Ausblick vom Weissenstein

Ausblick vom Weissenstein

   

Die Schnitzeljagd auf dem Weissenstein wird von November bis April angeboten. Die kniffligen Rätsel auf dem Solothurner Hausberg versprechen Spass für die ganze Familie. Die Kinder werden zu Detektiven und Naturforschern. Im Bergrestaurant nach Wahl angekommen ( das Sennhaus oder der Gasthof Hinter-Weissenstein), wird ein feines Schokoladenfondue serviert. Sind alle Fragen gelöst, dürfen die Kinder dem Wirt das Lösungswort verraten und erhalten eine kleine Überraschung zum Mitnehmen.

Hinweis

Wanderzeit: ca. 90 Minuten
Schwierigkeit: einfach
Preis: CHF 12 pro Person.
Inbegriffen sind das Spiel, das Überraschungsgeschenk und das Schoggifondue. Die Bezahlung erfolgt direkt im vorreservierten Berggasthof.

4. 500'000-jährige Walliser Steine in Grenchen

60 Findlinge sind ausgestellt.

60 Findlinge sind ausgestellt.

   

Beim Bau der Autobahn in der Region Solothurn und Grenchen wurden über 300 Findlinge gefunden. Das sind Steine, die vor Tausenden Jahren vom Rhonegletscher bis ins Mittelland transportiert wurden. Das Eis ging im Laufe der Zeit zurück, die Steine blieben. 60 dieser Steine wurden nach Grenchen gebracht und sind nun im Findlingsgarten, entlang des renaturierten Moosbachs, ausgestellt. Neben Urgesteinen wie Gneis und Granit werden auch Kalksteine, Sandsteine und weitere gezeigt. Zehn anschauliche Tafeln erklären, wie die Gesteine vor vielen Millionen Jahren bei der Alpenfaltung entstanden sind und wie sie nach Grenchen kamen. Die Tafeln erläutern zudem die Ursache für die Eiszeiten. Und wieso nicht den Besuch des Findlingsgartens mit einer Wanderung entlang der Aare kombinieren?

5. Auf den Spuren der Zwerge im Naturpark

Der Berggasthof Oberdörfer

Der Berggasthof Oberdörfer

Das Bergrestaurant Oberdörfer liegt auf der zweiten Jurakette und ist im Sommer wie im Winter ein beliebtes Wanderziel. Die Aussicht ist einzigartig und die Wege hinauf nicht allzu schwierig. Wanderwege führen vom Weissenstein, von Gänsbrunnen und von Crémines zum Bergrestaurant Oberdörfer.

Mit kleinen Kindern ist der Aufstieg über den Berghof Montpelon zu empfehlen. Ab Gänsbrunnen führt der ausgeschilderte Zwergenweg von Mai bis Oktober bis zum Erlebnishof. Dabei lernen Kinder die Natur mit den Augen der Zwerge kennen. Mit 30 Minuten reiner Wanderzeit lässt sich der Zwergenweg gut in die Tour zum Bergrestaurant einbauen. Nach einer Rast dauert der Abstieg nach Gänsbrunnen rund 1 Stunde oder nach Crémines 1,5 Stunden, wo man gleich noch den Sikypark besuchen könnte.

6. Langlaufen auf vier Kilometern präparierter Piste

Bei genug Schnee täglich offen.

Bei genug Schnee täglich offen.

Die Langlaufloipe Weissenstein befindet sich auf der Ebene zwischen dem Restaurant Sennhaus und dem Berggasthof Hinter-Weissenstein. Sie hat eine Länge von rund vier Kilometern und umfasst eine klassische Spur sowie eine Skatingspur. Die Langlaufloipe ist bei guten Schneeverhältnissen täglich geöffnet. Sie wird während der Öffnungszeiten regelmässig professionell präpariert. Ausgangspunkt der Langlaufaktivitäten ist der Umkleidecontainer beim Sennhaus Weissenstein.

Hinweis
Mietmaterial steht nicht zur Verfügung.
Tageskarte: 7 Franken/Kinder bis 16 Jahre sind gratis!
Loipenpass Schweiz: www.langlauf.ch
Loipenbericht: www.weissensteinsolothurn.ch

7. Schlitteln bei Mondschein auf dem Bettlachberg

Ein Spass für Gross und Klein.

Ein Spass für Gross und Klein.

   

Das ganze Jahr können ab Grenchen, Bettlach oder Selzach Touren in der Region des Bettlachberges unternommen werden. Eine Attraktion ist im Winter die 3,5 Kilometer lange Schlittelbahn vom Restaurant Bettlachberg bis zum Schützenhaus in Bettlach. Bei guten Schneeverhältnissen wird die Zufahrtsstrasse zu einer Schlittelbahn präpariert. Besonders attraktiv ist die Strecke bei Nacht (Taschenlampe oder Stirnlampe nicht vergessen). Das Restaurant ist für Schlittler nur zu Fuss ab dem Schützenhaus erreichbar. Für Gäste des Bettlachberg-Restaurants sind gratis Schlitten für die Fahrt ins Tal zur Verfügung gestellt. Es hat jeweils solange Vorrat. Unser Tipp: An einem Winteabend ab Schützenhaus Bettlach mit dem Schlitten zum Bettlachberg hochmarschieren, ein Fondue geniessen und bei Mondschein zur Talfahrt starten.

8. Durch den Schnee wandern ob Grenchen

Es gibt verschiedene Touren.

Es gibt verschiedene Touren.

Eine Möglichkeit, in die Schönheiten der Juralandschaft einzutauchen, bietet sich auf den Schneeschuhtouren oberhalb von Grenchen. Erfahrene Führer machen die Schneeschuhwanderung zwischen Dezember und März zu einem sorgenfreien Erlebnis. Die Touren sind körperlich anstrengend, mitmachen sollte nur, wer sich gesund und fit fühlt. Mitzubringen sind warme Kleider und Wanderschuhe, Schneeschuhe können gemietet werden. Die Führer bieten zudem auch Kurse für jedes Alter an: Einsteigerkurse mit einer Basisausbildung und Inputs zur Planung von Schneeschuhtouren.

Hinweis
Treffpunkt ist jeweils beim Restaurant Untergrenchenberg.
Die Anmeldung für die einzelnen Touren erfolgt online unter grenchentourismus.ch.

9. Rundwanderung für Familien und Senioren

Blick vom Grenchenberg

Blick vom Grenchenberg

Im Sommer verlockt ein schönes Wanderwegenetz mit etlichen Touren zum Verweilen auf dem Grenchenberg. Zum Beispiel die leichte Rundwanderung mit Ausgangspunkt Untergrenchenberg. Sie eignet sich für Genusswanderer, Senioren und Familien mit Kindern. Mehrere Restaurants laden zum Verweilen ein und etliche Feuerstellen zum Grillplausch. Einzelne Berggasthöfe bieten Übernachtungsmöglichkeiten an. Die neu instand gestellten Trockenmauern zeugen von traditioneller Baukunst. Der Aussichtspunkt Wandfluh verdient wahrlich das Prädikat spektakulär. Wunderbar ist der Ausblick über das Schweizer Mittelland bis hin zu den Berner Alpen. Auf dem Grenchenberg steht auch eine Sternwarte. Bei Führungen und den «Nächten des offenen Daches» kann man sich Sternbilder und Planeten erklären lassen.

10. Nächtliches Skifahren auf dem Balmberg

Drei Skilifte hat der Balmberg.

Drei Skilifte hat der Balmberg.

Wer im Winter auf die Ski will, braucht gar nicht ins Berner Oberland oder ins Wallis zu fahren. Es reicht, einen Ausflug auf den Balmberg zu machen. Skifahrer auf dem Balmberg profitieren von insgesamt drei Liften und fünf Pistenkilometern. Der grösste Teil der Abfahrtsstrecken ist einfach oder mittelschwer und bestens für Kinder und Familien geeignet. Aber auch ambitioniertere Ski- und Snowboardfahrer kommen hier auf ihre Kosten. Für Nachtskifahrer wird die Kählepiste jeweils von Dienstag bis Freitag beleuchtet. Die Skisportschule und die Möglichkeit, auf dem Gelände zwischen dem Kurhaus und dem Höfli-Lift zu schlitteln, machen den Balmberg noch familienfreundlicher. Die Anreise ist mit dem Auto möglich, Parkplätze sind vorhanden. Oder am einfachsten mit dem Postauto ab Solothurn Hauptbahnhof.

11. In den Bäumen in bis zu 20 Metern Höhe im Seilpark

Nichts für schwache Nerven.

Nichts für schwache Nerven.

Der Seilpark Balmberg befindet sich inmitten eines natürlichen Waldes, die Bäume sind mit Seilen und verschiedenartigen Brücken verbunden. 10 Parcours mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden bieten Abenteuer und Nervenkitzel. Mit 166 Plattformen ist der Seilpark Balmberg vielseitig, gross und abwechslungsreich. 230 Kletterer finden gleichzeitig Platz. Nervenstarke erklettern Höhen bis zu 20 Metern, Seilbahnfans sausen über die bis zu 174 Meter langen Tyroliennes. Vorkenntnisse sind keine nötig, die Sicherheitsausrüstung und eine Instruktion gibt es vor Ort.

Hinweis
Die maximale Kletterdauer beträgt 3 Stunden.
Der Seilpark Balmberg ist von April bis November täglich von 9 bis 20 Uhr geöffnet.

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