Regierungsrat
Walter Wobmann will nicht in den Regierungsrat, Albert Studer schon

SVP-Nationalrat Walter Wobmann will nicht für die Solothurner Regierung kandidieren. Dafür will Kantonsrat Albert Studer, Gemeindepräsident von Hägendorf, zur Wahl antreten.

Urs Mathys
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Der Nationalrat und der Gemeindepräsident: Walter Wobmann und Albert Studer

Der Nationalrat und der Gemeindepräsident: Walter Wobmann und Albert Studer

AZ

«Ein Regierungsamt wäre verlockend gewesen», so Kronfavorit Walter Wobmann auf Nachfrage von az. «Nach reiflicher Abwägung» habe er sich zum Verzicht entschieden: «Ich bin ein Vollblut-Milizpolitiker und ein Frontkämpfer. Das kann ich als Nationalrat und kantonaler Parteipräsident sein. Das ist besser auf mich zugeschnitten, als jeden Tag als Berufspolitiker ins Rathaus zu gehen.»

Der 55-jährige Gretzenbacher sitzt für die SVP seit 2003 im Nationalrat und amtiert als kantonaler Parteipräsident. Mit Wobmann verzichtet der eigentliche SVP-Kronfavorit, der für die Volkspartei bei den Wahlen vom 3. März 2013 endlich einen Regierungssitz erobern sollte.

Albert Studer springt in die Bresche

Noch bis am 10. August können die SVP-Amteiparteien der Parteizentrale mögliche Kandidaturen zur parteiinternen Ausmarchung melden. Ein Bewerber steht bereits fest: Die Amteipartei Olten-Gösgen hat den 51-jährigen nebenamtlichen Hägendörfer Gemeindepräsidenten Albert Studer nominiert.

Studer gehört seit drei Jahren dem Kantonsrat an und hat sich bisher insbesondere in Sachen Spitalpolitik engagiert: Er war einer der erbittertsten Kämpfer gegen die Schliessung der Höhenklinik Allerheiligenberg in Hägendorf - die er allerdings mittlerweile selber als richtig bezeichnet.

Zuletzt war er für die SVP der Wortführer gegen die Neubauvorlage für das Bürgerspital Solothurn. Die Abstimmung wurde für die Gegner allerdings zu einer Niederlage auf der ganzen Linie.