Wahlen 2015
Walter Wobmann: antreten fürs SVP-Wohl

SVP-Mann Walter Wobmann ist zur erneuten Ständerats-Kampfkandidatur bereit, obwohl er 2011 scheiterte. Sein Umzug ins Stöckli erscheint aber auch im nächsten Herbst als unwahrscheinlich.

Urs Mathys
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Walter Wobmann: Bereit für den Umzug ins Stöckli.

Walter Wobmann: Bereit für den Umzug ins Stöckli.

Hanspeter Bärtschi

2011 blieb ihm der Erfolg versagt, bei den eidgenössischen Wahlen im Oktober 2015 will es SVP-Nationalrat Walter Wobmann noch einmal wissen: Er kandidiert für den Ständerat. Die kantonale Parteileitung hob den 56-jährigen Gretzenbacher auf den Schild. «Einstimmig», wie es in einer Medienmitteilung der Partei heisst. Die definitive Nomination soll im Frühling an einer Parteiversammlung erfolgen.

Wobmann gehört seit 2003 dem Nationalrat an und hat schon 2011 für den Ständerat kandidiert. Im ersten Wahlgang war er mit 25 356 Stimmen auf dem vierten und letzten Platz der ernst zu nehmenden Kandidaten gelandet. Zum Vergleich: Der Gewählte Roberto Zanetti (SP) hatte 44 796 Stimmen erreicht, der zweitplatzierte Pirmin Bischof (CVP) musste mit 41 529 Stimmen in den zweiten Wahlgang steigen, den er dann gegen Kurt Fluri (FDP) für sich entschied. Weitab von jeder Wahlchance hatte Wobmann – damals immerhin kantonaler SVP-Präsident – auf ein Antreten in der Stichwahl verzichtet.

Primär ein Wahlkampf-Anheizer

Auch wenn Wobmann, einer der «Väter» der Minarett-Initiative, mit seinem Kampf gegen die 100-Franken-Autobahnvignette inzwischen seine Popularität ausbauen konnte: Sein Umzug ins Stöckli erscheint auch im nächsten Herbst als unwahrscheinlich. Als Wahlkampf-Anheizer taugt er allemal. Bemerkenswerterweise schreibt die SVP selber in ihrer Mitteilung, dass sich die Kandidatur des Verkaufsleiters Nordwestschweiz in einer Werkzeughandelsfirma «nicht gegen die amtierenden Ständeräte» richte. Vielmehr gehe es darum, «dass das Wahlvolk aus mehreren Kandidaten auswählen» könne.

Dafür will auch die FDP mit einer Kampfkandidatur sorgen, wie diese Woche beschlossen worden ist. Wer ins Rennen gehen soll, ist noch offen. Die FDP möchte ihren 2011 nach 163 Jahren an die CVP verlorenen Sitz zurückholen.

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