Riedholz
Wallierhoftag ermöglichte Einblicke ins bäuerliche Leben

Einen Tag lang vereinten sich Stadt und Land: Bauernfamilien aus dem ganzen Kanton Solothurn gewährten am Wallierhoftag einen Blick hinter die Kulissen. Die Besucher profitierten rundum.

Philipp Eng
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Wallierhoftag
18 Bilder
Euphorischer Ansturm auf das Ackersurfen
Übung macht die Meisterin
Schon die Kleinsten wollen hoch hinaus
Selbstgegrabene Kartoffeln schmecken besser
Notvorrat für schwere Zeiten
Kartoffelgraben für die Kleinen
Lockstoff für Ziegen
Jodlerklub Bärgbrünnli aus Grenchen
Geschäftsführer des Solothurner Bauernverbandes Peter Brügger
Füttern erlaubt!
Esther Gassler gratuliert den Gewinnern des Solaprix für den schönsten und innovativsten Hofladen
Der Streichelzoo erfreute sich grosser Beliebtheit
Direktor des Wallierhofes Jonas Zürcher
Das emsige Treiben der Bienen konnte aus nächster Nähe betrachtet werden
...rien ne va plus!
Den Rednern wurde viel Aufmerksamkeit geschenkt
Vor dieser Ziege ist kein Blatt sicher

Wallierhoftag

zvg

Das Leben auf dem Bauernhof – für manch einen eine romantische Vorstellung von einem ruhigen Leben auf dem Lande und im Einklang mit der Natur. Die Realität sieht jedoch nicht immer genauso aus, wie man sich dies vielleicht vorstellen mag. Am diesjährigen Wallierhoftag in Riedholz gewährten Bauernfamilien aus dem ganzen Kanton Einblicke hinter die Kulissen des Lebens und der Arbeit auf dem Bauernhof.

Der gesamte Anlass stand dementsprechend unter dem Motto «So bure mir, so läbe mir» und verrät bereits, dass sich der Wallierhof einmal mehr ein grosses Ziel gesetzt hat: Nämlich mit ein paar Ständen, Attraktionen für die ganze Familie, Festwirtschaften und Musik, die breite Bevölkerung ins «Leben rund um den Bauernhof» einzuführen. Man fand reichlich Angebote an Verpflegung, es wurde gejodelt und getrunken und man fand Einblicke in die Arbeit als Landwirt – dies auf die verschiedensten Arten. So konnten die kleinen Gäste des Events selbst eine Kuh melken (wenn auch nur eine Attrappe aus Plastik) oder Traktor fahren. Auch wurde der betriebsinterne Hof für die Besucher zur Besichtigung geöffnet.

Werbung in eigener Sache

Verschiedene Bauernfamilien wussten ihre selbst angebauten Produkte aus der Region farbenfroh und vielseitig anzupreisen und machten somit nicht selten auch Werbung in eigener Sache. So beispielsweise Urs Schwaller vom Schwallerhof in Biberist. «Wir kommen sehr gerne hierher, jedes Jahr aufs Neue. Es macht uns Spass und natürlich ist es auch gute Werbung für unseren Hof und unsere Produkte», erzählt Urs Schwaller. Er preist seine Produkte nicht nur am Wallierhoftag an, sondern führt mit seiner Frau auch einen Hofladen in Biberist. Es sei die einzige Möglichkeit, sich als «normaler» Bauer noch auf dem Markt behaupten zu können: mit dem Direktverkauf ab Hof. Jedoch bringe es auch einen grossen Nachteil mit sich: «Man hat viel weniger Freizeit und das Verkaufen direkt ab Hof bereitet einem sehr viel Stress.»

Hofladen für Wirtschaftserfolg

Dieser Direktverkauf ab Hof war ein zentrales Thema für den ganzen Anlass. Beispielsweise auch das Siegeskriterium des diesjährigen Solaprix, dessen Sieger an diesem Event gekürt wurden. Je besser der Hofladen, desto besser die Siegeschancen.

Für den Wallierhof hat der Tag jedoch eine ganz bestimmte Bedeutung. «Heute soll sich die Möglichkeit ergeben, Stadt und Land zu vereinen und die Landwirtschaft mit der ‹restlichen Bevölkerung› zusammenzubringen», informierte Jonas Zürcher, Direktor des Wallierhofs in Riedholz. Einerseits diene der Anlass dazu, der Bevölkerung Ausschnitte aus der Landwirtschaft näherzubringen, und andererseits soll es auch einen Rahmen bieten, um sich zu treffen, auszutauschen und gemütlich zusammenzusitzen, erzählt Zürcher. Nebenbei solle sich natürlich auch der Wallierhof als Institution in ein gutes Licht rücken können.

Der Geschäftsführer des Bauernverbandes Peter Brügger zeigte auch die Relevanz des Anlasses für die Bauern auf: «Es ist ein Treffpunkt für ein Grossteil der Solothurner Bauern und dient dem Networking und dem Gedankenaustausch.» Der Bauernverband selber war mit einem Stand und dem Attraktionspunkt des Solaprix präsent.

Von Erlebnissen berichten

Am Nachmittag wurde das Programm im selben Rahmen vom «Kennenlernen des Bauernalltags» weitergeführt. Fünf Familien aus verschiedenen Regionen des Kantons erzählten aus ihrem Alltag, ihren Erlebnissen und von den schönen, wie auch mühsamen Seiten des Alltags in der Landwirtschaft. Die Familien wurden zufällig ausgewählt und es wurde auf eine breite Diversität von der Art der Hofführung, der Familiensituationen und Herkunftsregionen geachtet, wie Jonas Zürcher informierte.