Sanierung oder Neubau
Wallierhof soll für 4,2 Millionen neue Ökonomiegebäude erhalten

Der Regierungsrat will die Ökonomiegebäude am Bildungszentrum Wallierhof sanieren oder ersetzen. Er beantragt beim Kantonsrat dafür 4,2 Millionen Franken. Der Landwirtschafts- und Bildungsstandort soll damit gestärkt und auf den neusten Stand gebracht werden.

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Die Süd- und Westfassade des Wallierhofs

Die Süd- und Westfassade des Wallierhofs

zvg

Der landwirtschaftliche Ausbildungs- und Demonstrationsbetrieb am Bildungszentrum Wallierhof wurde letztmals in den 1980er Jahren baulich angepasst. «Die aktuelle Infrastruktur sei veraltet und sanierungsbedürftig», heisst es in einer Mitteilung der Staatskanzlei.

Er entspreche nicht mehr den heutigen Anforderungen. So könnten zum Beispiel die Bestimmungen des Tier- und Gewässerschutzes nur noch knapp eingehalten und die Vorgaben der Tierwohlprogramme des Bundes nicht erfüllt werden.

Auch der Lehrbienenstand entspreche nicht mehr den Anforderungen an eine moderne Bienenhaltung.

Nachhaltiger Lernort und attraktives Schaufenster

«Mit den geplanten Ersatz- und Umbauten soll das Bildungszentrum Wallierhof auch künftig seinen Leistungsauftrag in der landwirtschaftlichen Aus- und Weiterbildung uneingeschränkt erfüllen können», heisst es in einer Mitteilung weiter.

Der Regierungsrat weist in diesem Zusammenhang auf die Bedeutung der Milchproduktion im Kanton Solothurn hin: Knapp die Hälfte der Solothurner Landwirtschaftsbetriebe produzieren Milch. Sie tragen damit wesentlich zur nachhaltigen Bewirtschaftung des Grünlandes bei, welches rund zwei Drittel der landwirtschaftlichen Nutzfläche im Kanton ausmacht.

Der landwirtschaftliche Ausbildungs- und Demonstrationsbetrieb soll zudem als Besuchs- und Lernort attraktiver und für die nichtlandwirtschaftliche Bevölkerung ein Schaufenster der Solothurner Landwirtschaft werden.

Investitionen für einen zeitgemässen Wallierhof

Die geplanten Ersatzbauten entsprechen praxisüblichen Ökonomiegebäuden und sind nach den neuesten Erkenntnissen für das Tierwohl konzipiert. Das Projekt ist durch die vorgesehene Verwendung von Schweizer Holz und der Installation von Photovoltaikanlagen besonders nachhaltig und besticht durch ein gutes Kosten- und Nutzenverhältnis.

Für die Ersatz- und Umbauten sowie die Anpassungen der Umgebung beantragt die Regierung dem Kantonsrat einen Verpflichtungskredit von insgesamt 4,2 Mio. Franken. Auf den Neubau des Milchviehstalles für 70 Milchkühe entfallen davon 1,64 Millionen Franken. (sks)

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