Neuendorf
Waldeigentümer lancieren den «Prix Holz»

Der Bürgergemeinden- und Waldeigentümerverband wird erstmals einen Prix Holz verleihen. Ein geplanter Identitätspreis stiess auf wenig Begeisterung.

Urs Amacher
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Am 12. November wird erstmals ein Solothurner Prix Holz vergeben. (Themenbild)

Am 12. November wird erstmals ein Solothurner Prix Holz vergeben. (Themenbild)

Keystone

Zu ihrer 68. ordentlichen Generalversammlung versammelten sich 59 stimmberechtigte Delegierte und 70 Gäste des Bürgergemeinden- und Waldeigentümer-Verbands Kanton Solothurn (BWSo) in Neuendorf. Alle Geschäfte genehmigten sie einstimmig und ohne Diskussion.

Die Rechnung 2014 schliesst bei einem Aufwand von 494 280 Franken mit einem Gewinn von 3821 Franken ab. Für das Jahr 2016 wird bei einem Aufwand von 536 730 Franken ebenfalls mit einem geringen Gewinn von 1 470 Franken gerechnet. Im Budget enthalten ist auch ein Kredit zur Planung eines Auftritts an der Solothurner Herbstmesse (HESO) von 25 000 Franken.

In seinem Jahresbericht legte Präsident Konrad Imbach Rechenschaft über die Aktivitäten ab. Herausragendes Ereignis waren die Solothurner Waldtage, die am ersten September-Wochenende 2014 im Bornwald bei Olten organisiert wurden.

Die Arbeitsgruppe Pro Holz lud darüber hinaus zu einem Feierabend-Treff im (hölzernen) Velodrome in Grenchen ein und wird am kommenden 12. November erstmals einen Solothurner Prix Holz vergeben. Neben dem Wald ist auch das Bürgerrecht ein wichtiges Thema im Verband. Zur Rolle der Bürgergemeinden im Einbürgerungsverfahren fand ein Erfahrungsaustausch mit dem Amt für Gemeinden statt. Die Idee, einen Solothurner Identitätspreis zu verleihen, stiess dagegen auf wenig Begeisterung. Mit dem Identitätspreis hätten der BWSo und die Institution Bürgergemeinde positiv präsentiert werden sollen.

Ausbildung breiter abstützen

Geschäftsführer Geri Kaufmann erläuterte die Neustrukturierung der Ausbildung. Die Organisation der Arbeitswelt (OdA) Wald BL/BS/SO, welche die forstliche Ausbildung in den Kantonen Baselland, Baselstadt und Solothurn trägt, wird neu als eigenständiger Verein geführt. In ihm sind die vier Trägerschaften zusammengeschlossen, der Waldwirtschaftsverband beider Basel (WbB), der BWSo und die kantonalen Forstpersonalverbände (FVbB und FPSo).

Nach dem Rücktritt von Franz Schilt, Grenchen, war sein Sitz im Vorstand neu zu besetzen. Die Delegierten wählten per Akklamation Thomas Leimer, Bürgergemeindepräsident von Bettlach, zum Nachfolger. Der leitende Ausschuss setzt sich wie bisher zusammen aus Konrad Imbach, Präsident, Frank Ehrsam, Vizepräsident, Thomas Fluri, Finanzen, Emil Lämmle und Sergio Wyniger sowie Geri Kaufmann als Geschäftsführer.

Das zurücktretende Vorstandsmitglied Franz Schilt wurde für sein elfjähriges Engagement im BWSo geehrt. Die Versammlung gratulierte Josef Borer aus Breitenbach. Er hatte den mit 50 000 Franken dotierten Walder-Preis 2015 (wir berichteten) erhalten. Dessen Donatoren, Hermann und Elisabeth Walder-Bachmann, errichteten 1992 in Verbindung mit der Christoph-Merian-Stiftung in Basel eine Stiftung zur Förderung der naturgerechten Forst- und Landwirtschaft. Sie unterstützt konkrete Naturschutzmassnahmen in Wald und Offenland in der Nordwestschweiz.

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