Wahlen 2021
Der Solothurner Kantonsrat zählt neu 3 Frauen mehr als zu Beginn der letzten Legislatur

Ein Drittel der neu oder wiedergewählten Räte sind Frauen. Sie sind insbesondere in der SP und der CVP vertreten und damit eher links der Mitte einzuordnen.

Gülpinar Günes
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Noch vor den Wahlen rügte die Bewegung «Helvetia ruft!» den Solothurner Kantonsrat: Der Frauenanteil sei mit 27 Rätinnen zu gering. Sie kritisierte darüber hinaus die Listengestaltung einiger Parteien. Diese würden kandidierenden Frauen kaum Chancen bieten, nachzurücken oder einen Sitz zu gewinnen.

Die Wahlen brachten allerdings einige neue weibliche Gesichter in den Kantonsrat, auch wenn ihre Zahl lediglich um drei auf 30 Frauen gestiegen ist im Vergleich zur letzten Legislatur - damit machen sie einen Drittel des Rats aus. So hoch war der Anteil bereits in der vorletzten Legislatur:

Am stärksten vertreten sind nach wie vor die SP-Frauen mit insgesamt 9 Räten. Dicht dahinter ist die CVP mit 8 weiblich besetzten Mandaten. Sie hat mit 2 Frauen mehr am meisten «zugelegt». Die Grünen sind mit 5 Frauen vertreten, die SVP mit vier und damit noch vor der FDP und der GLP, die jeweils zwei weibliche Räte stellen. Somit lassen sich 22 der 30 Frauen links der Mitte bis Mitte einordnen.

Ein Blick in die Amteien zeigt: Den grössten Anteil machen die Frauen in den Amteien Thal-Gäu und Dorneck-Thierstein aus. Dort sind sie mit je 40 Prozent, also zwei Fünftel, und zwei neuen Gesichtern vertreten: Janine Eggs (Grüne) und Andrea Meppiel (SVP).

Mit einem Drittel machen Frauen in Solothurn-Lebern einen etwas kleineren Anteil aus. Dort zieht Farah Rumy (SP) neu in den Kantonsrat ein. Ähnlich hoch ist der Anteil in Olten-Gösgen, wo Frauen knapp einen Drittel der Kantonsräte ausmachen. Dort sind Sarah Schreiber (CVP) und Corina Bolliger (Junge SP) neu gewählt worden. In Bucheggberg-Wasseramt schliesslich sind Frauen nur noch mit etwas mehr als einem Fünftel aber dafür neu mit Simone Rusterholz (glp) vertreten.