Am Samstagabend kontaktierte laut Angaben der Kantonspolizei Solothurn ein unbekannter Mann telefonisch eine Seniorin, die in einer Gemeinde im Schwarzbubenland wohnt. Er gab sich als Kommissar der Kantonspolizei aus. Der Mann erklärte ihr, dass Diebesbanden unterwegs seien. Im Verlauf des Gesprächs konnte er die über 80-Jährige davon überzeugen, dass ihre Wertsachen und ihr Bargeld im Haus nicht mehr sicher seien und die Polizei diese an einem geschützten Ort aufbewahren könnte.

Die Frau vertraute dem vermeintlichen Polizisten. Noch am selben Abend übergab sie in ihrem Haus einem unbekannten Mann Schmuck und Geld im Wert von weit über 100'000 Franken. Am Folgetag erkundigte sie sich dann bei der echten Polizei nach dem Polizisten und dem Verbleib ihrer Wertsachen. Erst jetzt flog der Betrug auf. Die Kantonspolizei hat entsprechende Ermittlungen aufgenommen.

80-Jährige übergibt falschem Polizisten 100'000 Franken

80-Jährige übergibt falschem Polizisten 100'000 Franken

Der Betrüger hat sich im Schwarzbubenland eine grosse Beute geholt. Wie konnte es so weit kommen?

Vorsicht Betrug!

Beim so genannten «Polizeitrick» handelt es sich um eine Variante des Telefonbetrugs, ähnlich dem Enkeltrick. Die Betrüger erschleichen sich das Vertrauen meist älterer Bürgerinnen und Bürger und gelangen so immer wieder an grosse Deliktsummen. Einmal mehr warnt die Polizei vor dieser Masche des Telefonbetrugs und rät:

  • Misstrauisch sein!

Die Polizei ruft Sie nicht mit der Telefonnummer 117 an und bietet Ihnen nie an, Geld oder Wertsachen aufzubewahren.

  • Nie auf Geldforderungen eingehen!

Übergeben Sie niemals Geld an fremde Personen, auch wenn diese noch so vertrauenswürdig klingen.

  • Nicht unter Druck setzen lassen!

Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen bekannt. Lassen Sie sich nie unter Druck setzen und beenden Sie solche Telefonate sofort.

  • Rücksprache halten, Hilfe holen!

Nehmen Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen umgehend Rücksprache mit Familienangehörigen oder der Polizei. (pks)

Aktuelle Polizeibilder vom Dezember: