Breitenbach

Von Roll baut mehr Stellen ab als erwartet

Von Roll kommt um Stellenabbau nicht mehr herum. Nun wird bekannt: 45 Stellen werden abgebaut. (Archivbild)

Von Roll kommt um Stellenabbau nicht mehr herum. Nun wird bekannt: 45 Stellen werden abgebaut. (Archivbild)

Jetzt ist klar: Der Industriekonzern Von Roll mit Sitz in Breitenbach streicht im Rahmen der jüngsten Restrukturierung definitiv 45 Jobs.

Die vor zwei Wochen angekündigte Restrukturierung bei der Industriegruppe Von Roll hat für den Standort Breitenbach gröbere Folgen als bisher angenommen. Damals hiess es, 30 Arbeitsplätze würden gestrichen. Jetzt sind es 45 Stellen, wie Dieter Künzli, Gemeindepräsident von Breitenbach, entsprechende Informationen dieser Zeitung bestätigt.

Beim Unternehmen selbst war keine Stellungnahme erhältlich. Von Roll gab am 5. Juli bekannt, dass im Rahmen der fortgesetzten Konzentration auf das Kerngeschäft, die Elektroisolation, weltweit bis zu 160 Stellen gestrichen werden; davon rund 50 an den Schweizer Standorten in Wädenswil und in Breitenbach. Wo genau wie viele Arbeitsplätze abgebaut werden, wurde nicht kommuniziert. Mitgeteilt wurde einzig, dass der Bereich Verbundwerkstoffe aus Breitenbach ins Von-Roll-Werk in Augsburg verlagert werde. Künzli sagte damals, basierend auf Informationen der Unternehmung, dass es um 30 Stellen gehe.

Zu wie vielen Entlassungen es nun komme, sei unklar, erklärt Künzli. Aktuell seien 15 Pensionierungen und Frühpensionierungen geplant. Die restlichen Stellen würden durch die natürliche Fluktuation, interne Wechsel und Arbeitgeber- und Arbeitnehmer-Kündigungen abgebaut. Von Roll sei aber «ausserordentlich bemüht, gute Lösungen zu finden».

Die Restrukturierung soll bis Ende 2016 abgeschlossen sein. Nach dem aktuellen Abbau und der Streichung von 55 Stellen im vergangenen Herbst werde Von Roll in Breitenbach künftig noch rund 250 Arbeitsplätze haben. Künzli geht davon aus, dass der Standort als neues Kompetenzzentrum für laminierte und imprägnierte Produkte erhalten bleibe. «Breitenbach ist in der Konzernstrategie weiterhin als wichtiger Produktionsstandort vorgesehen», glaubt er.

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