Unter den 75 Teilnehmern der 18. Etappe war auch ein gutes Dutzend Kinder. Da werde er für die Wanderung von Aarburg nach Olten doch ein wenig mehr Zeit einberechnen, dachte sich der erfahrene Wanderleiter Werner Studer. Gar nicht nötig: Der Tross erreichte den Bahnhof Olten eine gute Stunde vor der geplanten Zeit. Studer war beeindruckt: «Wir waren heute nur mit grossen Wanderern unterwegs!»

Apropos Kinder: Der stellvertretende Chefredaktor des Oltner Tagblatts, Fabian Muster, war mit seiner ältesten Tochter unterwegs. Schon nach einer Viertelstunde Wanderzeit sagte die Vierjährige: «Ig ma nüm laufe!» Dank gutem Zureden, Händchenhalten und der baldigen Aussicht auf etwas zu essen im Restaurant Sälischlössli, dem Tagesziel auf 681 Meter über Meer, schaffte das Mädchen den Aufstieg, ohne dass der Papi sie auf den Schultern tragen musste. Glück gehabt!

Wie halten es die Leserwanderer mit dem Proviant?

Kaum war die Wanderschar auf dem «Sälischlössli» angekommen, begann es zu regnen. Viele hatten die Regenutensilien zu Hause gelassen, im Vertrauen darauf, dass es die Leserwanderer auch diesmal nicht verschiffen wird. Und sie hatten Glück: Die ersten Kaffees auf der zum Teil gedeckten Terrasse waren noch nicht ausgetrunken, verzogen sich die Wolken und die ersten Sonnenstrahlen blitzten durch. «In Wangen bei Olten haben sie bereits schönes Wetter», sagte Wanderleiter Studer kurze Zeit später, als er den Leserwanderern das Panorama erklärte.

Beim Wildpark Mühletäli liess sich die Wanderschar zum Picknick nieder – so auch die Aargauer Grossrätin Sabina Freiermuth. Aus ihrem Rucksack holte die FDP-Politikerin je eine Snack-Packung Trockenfleisch und Parmesan sowie «Dar-Vida» und ein Rüebli. Als man sie um ein Foto bat, sagte sie mit einem Lachen: «So sehe ich ja aus wie ein ‹Körnlipicker›. Da könnte man glatt meinen, ich sei bei den Grünen.» Der Solothurner SP-Kantonsrat Urs Huber witzelte: «Damit droht dir der Parteiausschluss.»

Am Fusse des Mühletäli wurde nicht nur gepicknickt, sondern auch den Tieren zugeschaut. Zwergziegen waren allerhand zu sehen, doch wo blieben die Waschbären? Die drei ausgebeulten Hängematten im Gehege verrieten: Sie halten ein Mittagsschläfchen! Einige Leserwanderer wurden beim Anblick doch grad ein bisschen neidisch. (CES/FAM/sva)

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