Baustelle
«Voll auf Kurs»: Die Arbeiten für den Neubau des Bürgerspitals kommen voran

Die Arbeiten am Neubau des Bürgerspitals Solothurn schreiten planmässig voran. Bis heute wurden Bauaufträge für 243 Millionen Franken vergeben, dieses Jahr werden 60 Millionen «verbaut».

Urs Moser
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Rundgang auf der Baustelle des Bürgerspitals Solothurn.
25 Bilder
Das Bürgerspital soll im Sommer 2020 bezugsbereit sein, dann wird das alte Bettenhaus abgerissen.
Baustellenrundgang Bürgerspital Solothurn am 15.März 2018
180 Handwerker arbeiten täglich auf der Baustelle.
Alles läuft nach Plan.
Im Untergeschoss
Zusammengeschweisst wird vor Ort.
Blick in einen Lichthof
Projektleiter Alfredo Pergola
Baustellenrundgang Bürgerspital Solothurn
21 Tonnen Bleiwände: die künftige Nuklearmedizin.
Die ersten Elemente für die Brise Soleil – die Fassadenverkleidung ist angebracht.
Diese Aussicht!
Baustellenrundgang Bürgerspital Solothurn
Hier wird schon einmal ein Patientenzimmer fixfertig eingerichtet.
Hier wird das Gerüst wieder abgebaut
Von wegen Kabelsalat.
Baustellenrundgang Bürgerspital Solothurn

Rundgang auf der Baustelle des Bürgerspitals Solothurn.

Hanspeter Bärtschi

Acht Monate nach der Aufrichtefeier nimmt der Neubau des Bürgerspitals in Solothurn mehr und mehr seine definitive Gestalt, die Fassade ihr markantes Gesicht an. «Brise Soleil» nennt sich die Konstruktion, die einen blendenden Direkteinfall von Sonnenstrahlen verhindert, aber dennoch für viel Tageslicht im Gebäudeinnern sorgt. Nach und nach werden die Betonelemente montiert, 1734 Stück werden es am Ende sein, jedes zwischen 100 und 780 Kilogramm schwer.

«Wir sind voll auf Kurs», verkündet Gesamtprojektleiter Alfredo Pergola beim Baustellenrundgang, auf dem er über den Stand der Arbeiten informiert. Voll auf Kurs, das heisst: Die eigentlichen Baumeisterarbeiten für das siebenstöckige Hauptgebäude sind so gut wie abgeschlossen, die Liftanlagen eingebaut, die Flachdacharbeiten mehrheitlich abgeschlossen etc. Derzeit arbeiten täglich rund 180 Personen auf der Baustelle, die Lüftungsrohre verlegen, Haustechnik installieren, Leichtbauwände montieren und, und und.
Bis dato wurden für das 340-Millionen-Projekt Arbeiten im Umfang von 243 Millionen Franken vergeben. Dabei gingen immerhin rund 40 Prozent der Aufträge an Unternehmen aus dem Kanton Solothurn. Keine Selbverständlichkeit bei einer Vergabe im offenen Verfahren, das keinen Protektionismus zulässt. Dieses und nächstes Jahr werden im Neubau des Bürgerspitals je rund 60 Millionen Franken verbaut.

Bezugsbereit soll der Neubau im Sommer 2020 sein. Bis dann ist noch viel zu tun. Zum Beispiel sind 575 Lavabos und 2400 Türen einzubauen. Und Tür ist dabei eigentlich ein unzulänglicher Begriff, denn im Spitalbau schliesst und öffnet eine Tür nicht einfach einen Raum, sie hat sage und schreibe 50 Funktionen.

Im siebten Stock sind die Arbeiter aber bereits damit beschäftigt, eines der 139 Patientenzimmer fixfertig einzurichten, inklusive der gesamten technischen Installationen. Das zuvor auf dem Baustellengelände eingerichtete Musterzimmer wurde übrigens von den Verwaltungsräten der Solothurner Spitäler AG persönlich abgenommen und einstimmig für gut befunden. «Das freut uns besonders», sagt Projektleiter Pergola, der Kanton baue hier schliesslich nicht für sich, sondern für die Nutzer des Spitals. Jetzt muss sich zeigen, ob sich in dem Zimmer im Endausbau auch wirklich alles so bewährt, wie man sich das vorgestellt hat.

Auf solche «Testareale» trifft man auf der Baustelle immer wieder. Hier sind schon gläserne Trennwände montiert, als ob ein Labor bereits in Betrieb wäre. Da sieht eine Decke mit Lampen und Sprinkleranlage schon fixfertig aus. Mit diesen Praxistests lassen sich teure Nachbesserungen vermeiden. Zum Beispiel hat sich herausgestellt, dass die ursprünglich gewählte Oberflächenstruktur von gläsernen Wandelementen zwar ästhetisch überzeugt, aber dennoch nicht infrage kommt, weil die Reinigung viel zu aufwendig gewesen wäre.

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