Nationalratswahlen

Vize-Präsident der Grünen: «Ein Sitz mit einem Wermutstropfen»

«Es ist sensationell» – Daniel Urech, Präsident der Grünen Kanton Solothurn, spricht über den gewonnenen Nationalratssitz

«Es ist sensationell» – Daniel Urech, Präsident der Grünen Kanton Solothurn, spricht über den gewonnenen Nationalratssitz

Daniel Urech, präsident der Grünen Kanton Solothurn, spricht über den gewonnenen Nationalratssitz und die Zukunft der Partei nach den Wahlen 2019

Die Solothurner Grünen stellen zum dritten Mal in der Parteigeschichte einen Nationalrat und wollen nun ihre Klimapolitik nach Bern tragen. Felix Wettstein sei genau der Richtige dafür, sagt Vize-Präsident Daniel Urech.

Die Grünen feierten gestern Abend im Solothurner Restaurant Kreuz ausgelassen ihren Sitzgewinn. Nachdem alle Dankesworte gesprochen, die Gläser gehoben und alle Präsente überreicht waren, gab sich Vize-Parteipräsident Daniel Urech gelöst: Das Resultat sei sensationell, ein super Gefühl. «Wir haben einen Sitz gewonnen, leider auf Kosten der SP, das ist ein kleiner Wermutstropfen.» Man habe zwar auf den Sitz gehofft, habe aber vor dem Wahltag dennoch wie auf glühenden Kohlen gesessen.

Urech anerkennt auch das Resultat der GLP. Auch die Kleinpartei hat ihre Wähleranteile fast verdoppelt. Eine Listenverbindung mit der zweiten Grün-Partei hätte jedoch gemäss Urech nichts am Resultat geändert. «Ich hoffe aber für alle Parteien, dass sie erkennen, dass man die Klimaproblematik in den nächsten vier Jahren angehen muss», ergänzt er. Er wünsche sich, dass nach dem heutigen Wahltag ein Ruck durch die Schweizer Politik gehe: «Wir wollen den CO2-Ausstoss der Schweiz senken und Ziele festlegen, was wir bis 2030 und 2050 erreichen wollen.» Dabei wolle man aber auch die sozialen Aspekte nicht vergessen. Dies sei der Punkt, in dem man sich auch von der GLP unterscheide.

Ständeratswahlen waren ein Achtungserfolg

Mit Felix Wettstein seien die Grünen in Bern gut vertreten, findet Urech: «Wir freuen uns, dass es Felix Wettstein ist, der künftig für uns in Bern sein wird. Er ist sehr eloquent und kompetent», so Urech. Jetzt seien die Grünen Vertreter aufgefordert, zu arbeiten, sich in verschiedenen Gremien einzubringen und sich mit anderen Parteien und Kräften zusammenzutun, die sich für die gleichen Anliegen einsetzen. «Wir sind aber auch auf kantonaler und immer mehr auch auf Gemeindeebene aktiv», so Urech. Man habe festgestellt, dass die Grünen sehr breit gewählt wurden.

Auch mit Felix Wettsteins Resultat bei den Ständeratswahlen gab sich Urech sehr zufrieden. Wettstein erreichte rund 2000 Stimmen mehr als FDP-Kandidat Stefan Nünlist. «Es ist natürlich toll, dass er auf dem vierten und nicht auf dem fünften Platz gelandet ist», so Urech. Das sei ein Achtungserfolg und zeige deutlich, dass man mit den Grünen rechnen müsse, auch bei Majorzwahlen. (agl)

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