Kanton Solothurn
Videos und Soziale Medien: Der Museumsbesuch ist nun via online möglich

Die Kunstmuseen Olten und Solothurn sowie das Kunsthaus Grenchen haben auf den Coronamodus umgestellt.

Fränzi Zwahlen-Saner
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Ab kommenden Dienstag ist das Kunstmuseum Solothurn via 3-D-Animation zu besichtigen.

Ab kommenden Dienstag ist das Kunstmuseum Solothurn via 3-D-Animation zu besichtigen.

Felix Gerber

Die Coronakrise und damit die Schliessung aller Museen und Ausstellungsräume hat die Ausstellungsmacher kalt erwischt. Einige Ausstellungen wurden eben erst – nach der Winterpause – eröffnet. So auch Ausstellungen in den solothurnischen Kunsthäusern, dem Kunstmuseum Solothurn, dem Kunstmuseum Olten und dem Kunsthaus Grenchen. In Solothurn betraf dies gerade drei neu eröffnete Ausstellungen, in Grenchen eine und in Olten zwei.

Nun haben sich die Museumsverantwortlichen an die Arbeit gemacht und Wege gesucht, diese Ausstellungen und teilweise die ständigen Sammlungen dennoch dem Publikum zugänglich zu machen.
Dazu gibt Robin Byland, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Kunstmuseums Solothurn Auskunft. «Glücklicherweise gab es in unserem Haus bereits digitale Angebote. Nämlich das digitale Verzeichnis ‹Sammlung Online› und die sogenannten ‹Hörbilder›, in denen sich Schriftsteller über einzelne bildnerische Werke Gedanken machen. Zu diesen gibt es schon länger auch noch Texte und Bilder auf unserer Website. Darüber hinaus wird ein Newsletter versendet und diesem haben wir noch einen Sondernewsletter beigefügt.»

Nach einigem Nachdenken und Ausloten der Möglichkeiten sind unter der Leitung von Museumsdirektor Christoph Vögele neu noch weitere Onlineangebote ins Leben gerufen worden. «Dies macht Sinn, weil wir nun auch wissen, wie lange unser Haus sicherlich noch geschlossen bleibt», sag Byland. Nämlich bis 9. Juni, falls der vorläufige Fahrplan des Bundes eingehalten werden muss. Neu wurden drei dreiminütige Videoclips gedreht, in denen Byland Inhalte der aktuellen Ausstellung «Genius Locis Salodorensis» näher erklärt. «Eine neue Erfahrung für mich», sagt Byland.

Ein virtueller Rundgang durchs Museum

Diese Videos sind ab kommenden Dienstagabend auf der Museumswebsite abrufbar. «Im Weiteren konnten wir einen 3D-Museumsrundgang durch unsere Sammlungsräume erstellen. So kann der Besucher bei einem virtuellen Rundgang einen Eindruck gewinnen.» Für Byland ist klar, dass diese Angebote momentan wichtig sind, aber keinesfalls das Erlebnis der Begegnung mit einem Werk ersetzen können.

Durch die Schliessung kann natürlich auch das Jahresprogramm nicht wie geplant durchgezogen werden. «Die Ausstellung mit Kathrin Sonntag, die im Anschluss an ‹Genius Locis› hätte stattfinden sollen, wird aufs nächste Jahr verschoben. Dafür verlängern wir die jetzt laufenden Ausstellungen».

Video zu Rebekka Steiger in Grenchen

Auch im Kunsthaus Grenchen wurde noch kurz vor der coronabedingten Schliessung eine Ausstellung mit Werken der jungen Künstlerin Rebekka Steiger eröffnet. Claudine Metzger, Leiterin des Kunsthauses, konnte nun vermelden: «Endlich ist ein Video über Rebekka Steigers Ausstellung auf unserer Website integriert. Unter dem Kapitel ‹Aktuelle Ausstellungen› findet man einen Text-Beitrag über Rebekka Steigers Ausstellung und den Link zum Video.»

Olten machts mit Facebook und Instagram

Im Kunstmuseum Olten ist auf der Website zu lesen, dass man die Gäste und Besucher via den sozialen Medien und dem E-Mail-Newsletter auf dem Laufenden hält. «Folgen Sie uns auf Instagram (@kunstmuseumolten) oder auf Facebook», heisst es. «Dort geben wir Ihnen auch während der Zeit der Museumsschliessung Einblick in unsere Ausstellungen und unsere Sammlung.»

Robin Byland meint, dass diese neuen virtuellen Möglichkeiten den Kunsthäusern Chancen bieten, neue Besucher anzusprechen. «Dennoch werden wir nie auf den direkten Kontakt mit dem Publikum verzichten wollen.»

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