«Petrus hat uns nicht im Stich gelassen», begrüsste Urs Allemann die 212 anwesenden Aktionäre. Der Verwaltungsratspräsident der Seilbahn Weissenstein AG fügte an: «Das kann heute ja nur gut kommen.» Danach lief alles reibungslos ab. In gut einer Stunde waren alle Traktanden der Generalversammlung abgehakt.

So wurde auch ein neues Mitglied in den Verwaltungsrat gewählt. «Wir fänden es gut, wenn wir ein Vertreter der Standortgemeinde bei uns im Rat hätten», erklärte Allemann. Der Verwaltungsrat schlug Patrick Schlatter, Gemeindepräsident von Oberdorf, vor. Schlatter ist seit 2005 Gemeindepräsident – «ein Urgestein in der Gemeindepolitik», so Allemmann. Das käme dem Verwaltungsrat zu Gute. Allemann fügte scherzhaft an: «Schlatter wandert gerne. Das passt ja gut zum Weissenstein.»

Bike-Strecke mit Verspätung

Nach der einstimmigen Genehmigung des letztjährigen Geschäftsberichts und des Budgets war auch die Bike-Strecke Thema. Diese soll im Sommer Biker auf den Berg locken – wennSchlittler und Langläufler ausbleiben. Man habe «mehr oder weniger grünes Licht vom Kanton», so der Verwaltungsratspräsident. Derzeit verhandle man aber noch mit den Gemeinden Solothurn und Oberdorf. «Genaueres kann ich dazu nicht sagen», so Allemann.

Wir hatten die Eröffnung für diesen Herbst geplant», erzählt er. Er bezweifle, dass dieser Zeitplan eingehalten werden könne. Nebst der Bike-Strecke soll künftig auch das umgebaute Hotel Weissenstein mehr Besucher auf den Solothurner Hausberg ziehen. «Das belebt den Berg nochmals neu», so Allemann. Das sei wichtig für das künftige Bestehen der Seilbahn. Zu den neuen Besitzern des Hotel Weissenstein habe man einen sehr guten Draht. «Sie haben momentan genug Arbeit mit den Gästen, die jetzt schon auf den Berg kommen», erzählt der Verwaltungsratspräsident.

Deshalb hätten die Besitzer ihm auch mitgeteilt, sie hielten einen Ausbau der Seilbahn momentan nicht für nötig. Der Verwaltungsrat plant trotzdem, die Kapazität auf 1200 Personen pro Stunde zu erhöhen. Bisher sind es 900. Die Seilbahn Weissenstein AG sei nämlich «auf Kurs» - auch was die Anzahl Besucher seit Inbetriebnahme angehe, fügt Allemann an. «Dieses Jahr knacken wir die Millionengrenze.»