Beschwerde

Verwahrung von St.-Ursen-Brandstifter wird Fall fürs Bundesgericht

Der Mann, der 2011 einen Brandanschlag auf die St.-Ursen-Kathedrale in Solothurn verübt hatte, soll aus der Verwahrung frei kommen. Das hat das Solothurner Obergericht entschieden. Die Staatsanwaltschaft zieht das Urteil nun weiter. (Archivbild)

Der Mann, der 2011 einen Brandanschlag auf die St.-Ursen-Kathedrale in Solothurn verübt hatte, soll aus der Verwahrung frei kommen. Das hat das Solothurner Obergericht entschieden. Die Staatsanwaltschaft zieht das Urteil nun weiter. (Archivbild)

Die Solothurner Staatsanwaltschaft zieht das Urteil des Obergerichts bezüglich der Aufhebung der Verwahrung für den St.-Ursen-Brandstifter ans Bundesgericht weiter. Eine entsprechende Beschwerde ging am Montag in Lausanne ein.

Der Eingang der Beschwerde wurde von Peter Josi, dem Medienbeauftragen des Bundesgerichts, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda bestätigt. Ob gleichzeitig auch Sicherheitshaft beantragt wurde, konnte Josi nicht sagen.

Die Solothurner Staatsanwaltschaft war wegen des Feiertages Maria Himmelfahrt nicht erreichbar. Angesichts der Beschwerde kann aber davon ausgegangen werden, dass die Solothurner Staatsanwaltschaft Interesse daran hat, dass Andres Z. vorerst noch nicht auf freien Fuss gesetzt wird.

Das Solothurner Obergericht hatte letzte Woche entschieden, dass die Verwahrung für den 66-jährigen Mann aufgehoben wird. Er wurde nach dem Urteil am letzten Freitag allerdings noch nicht in die Freiheit entlassen. Dies wird aber am Mittwochabend der Fall sein, wenn bis zu diesem Zeitpunkt Sicherheitshaft nicht beschlossen wurde.

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Das Solothurner Obergericht hat das Verwahrungsurteil gegen Andres Z. aufgehoben. (12.8.2016)

Der Mann hatte am 4. Januar 2011 in der St.-Ursen-Kathedrale über den Altar und den darunter liegenden Teppich rund 20 Liter Benzin geschüttet. Das dabei entstandene Gemisch aus Luft und Benzin zündete er mit einer Kerze an. Verletzt wurde niemand. Beim Brandanschlag entstand ein Sachschaden von 3,5 Millionen Franken.

Davor hatte der Mann im März 2009 beim Bahnhof Olten-Hammer  mit einer selber gebauten Metallvorrichtung einen Zug entgleisen lassen wollen. Und im Juli 2010 erschreckte er im Gotthardtunnel mit einer selbst gemachten "Bombenweste" die Zugpassagiere.

Die gegen ihn ausgesprochene unbedingte Freiheitsstrafe von 14 Monaten wegen Brandstiftung, mehrfacher Störung des Bahnverkehrs sowie Drohung und Schreckung der Bevölkerung hat der Mann längst abgesessen. Zuletzt ging es vor dem Amtsgericht Solothurn-Lebern und dem Obergericht Solothurn darum, ob der Mann, wie von der Staatsanwaltschaft beantragt, vorerst verwahrt bliebt. (sda/szr)

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