Geldwäscherei-Prozess
Verurteilter Treuhänder zieht Urteil weiter

Ende Januar wurde ein Solothurner Treuhänder wegen Geldwäscherei zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Er will sich damit aber nicht abfinden und zieht das Urteil des Amtsgericht eine Instanz weiter.

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Das Obergericht in Solothurn muss über das Urteil des Amtsgerichts befinden.

Das Obergericht in Solothurn muss über das Urteil des Amtsgerichts befinden.

Kanton Solothurn

Das Urteil sei viel zu streng ausgefallen, begründete der Anwalt den Weiterzug gegenüber dem Regionaljournal von Radio DRS.

Ob auch seine Gehilfin das Urteil weiter zieht, steht noch nicht fest.

Der 65-jähriger Solothurner Treuhänder kassierte am 26. Januar vom Amtsgericht eine unbedingte Freiheitsstrafe von vier Jahren. Seine deutsche 56-jährige Geschäftspartnerin wurde zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von fünfeinhalb Jahren verurteilt.

Das Gericht befand sie für schuldig, Anlegergelder in der Höhe von über 30 Millionen Franken veruntreut zu haben. Die Verurteilten hätten ein «perfektes Täuschungssystem» aufgebaut, hiess es in der Urteilsbegründung. Es handle sich um den «typischen Fall eines Anlagebetrugs». (ldu)