Verkauf

Verträge sind unterzeichnet: Schöngrün-Areal gehört jetzt der AXA Winterthur

Auf dem Grundbuchamt in Solothurn (v.l.): Werner Rutsch, Ernst Schaufelberger und Frederick Widl als Vertreter der AXA Winterthur. Guido Keune und Bernhard Mäusli vertreten das kantonale Hochbauamt.

Auf dem Grundbuchamt in Solothurn (v.l.): Werner Rutsch, Ernst Schaufelberger und Frederick Widl als Vertreter der AXA Winterthur. Guido Keune und Bernhard Mäusli vertreten das kantonale Hochbauamt.

Schöngrün-Areal Vertreter der AXA Winterthur haben auf dem Solothurner Grundbuchamt den Kaufvertrag unterzeichnet. Bis Ende dieses Jahr soll die Planung beendet und bereits drei Jahre später die Wohnungen in Biberist fertiggestellt sein.

Er ist Herr über Immobilien im Wert von insgesamt 14 Milliarden Franken: Ernst Schaufelberger, Leiter des Immobiliengeschäfts Schweiz des weltweit tätigen Versicherungskonzerns AXA.

Gestern ist er aus Zürich nach Solothurn gereist, um auf dem Grundbuchamt der Region Solothurn seine Unterschrift unter den Verkaufsvertrag zu setzen. Mit dieser Unterschrift geht das Areal der ehemaligen Strafanstalt Schöngrün offiziell vom Kanton an die AXA Winterthur über.

Damit steht dem Bau von 130 Wohnungen auf dem 44'000 Quadratmeter grossen Grundstück, das ganz auf Biberister Boden liegt, nichts mehr entgegen. Zweite Hälfte März bereits hatte der Kanton bekannt gegeben, dass AXA den Zuschlag für den Kauf des Areals erhalten hat.

AXA investiert 65 Mio. Franken

Über den Kaufpreis haben AXA Winterthur und der Kanton Stillschweigen vereinbart. Ernst Schaufelberger liess sich gestern immerhin entlocken, dass das Versicherungsunternehmen für den Grundstückskauf, die Planung sowie den Bau der 130 Wohnungen 65 Millionen Franken investiert.

Und: «Als Faustregel gilt, dass der Landkauf nicht mehr als ein Drittel der gesamten Investition ausmachen soll.» Damit dürfte die Verkaufssumme ziemlich genau bei den 22 Mio. Franken liegen, die sich der Kanton als Minimalziel gesetzt hat. AXA habe von insgesamt 26 Interessenten dem Kanton das höchste Angebot unterbreitet, sagte Kantonsbaumeister Bernhard Mäusli bereits im März gegenüber dieser Zeitung.

Der Leiter des Immobiliengeschäfts von AXA Schweiz ist gestern nicht zum ersten Mal nach Solothurn gereist. Seit 2011 bereits ist Ernst Schaufelberger am Kauf des Geländes interessiert.

Damals hatte sich ein Beurteilungsgremium des Kantons im Rahmen einer Testplanung für das Projekt des Badener Architekturbüros Egli Rohr Partner AG entschieden – und damit für ein Architektenteam, mit dem AXA Winterthur bereits mehrfach zusammengearbeitet hat.

«Die Parzelle, die Lage und das Bauprojekt haben mich von Anfang an überzeugt», sagte gestern Ernst Schaufelberger unmittelbar nach dem Akt der Verurkundung. Das Projekt beinhaltet eine hufeisenförmige Wohnüberbauung über drei bis fünf Geschosse.

Bis Ende dieses Jahr soll die Planung gemäss Ernst Schaufelberger abgeschlossen sein. Ziel ist, dass die Wohnungen im Oktober 2019 bezugsbereit sind.

Zum allergrössten Teil wird es sich dabei um Mietwohnungen handeln. Der Mietzins werde preislich im Mittelfeld liegen, betonte Schaufelberger.

«Wir legen Wert darauf, dass die Mieten bezahlbar sind und die Mieter so auch langfristig mit ihren Wohnungen zufrieden sein können.» AXA habe kein Interesse an einem ständigen Mieterwechsel. Mit der Grösse der Wohnungen wolle man zu je einem Drittel Familien, Zwei-Personen-Haushalte und Singles ansprechen.

Die geplante Wohnüberbauung auf dem Schöngrün-Areal in Hufeisenform

Die geplante Wohnüberbauung auf dem Schöngrün-Areal in Hufeisenform

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