Amtsgericht
«Vergewaltiger» von allen Vorwürfen freigesprochen

Das Amtsgericht Solothurn-Lebern hat einen 37-jährigen Türken von allen Vorwürfen freigesprochen; für vier Tage in U-Haft erhält er eine Entschädigung. Die Staatsanwaltschaft hatte im vorgeworfen, eine 35-Jährige betäubt und vergewaltigt zu haben.

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Beide tranken Rotwein, in welchem Ecstasy nachgewiesen wurde. Wer das Mittel in den Wein gemischt hat bleibt offen.

Beide tranken Rotwein, in welchem Ecstasy nachgewiesen wurde. Wer das Mittel in den Wein gemischt hat bleibt offen.

thinkstock

Gestützt auf die Aussagen einer 35-jährigen Osteuropäerin hatte die Staatsanwaltschaft dem Mann Vergewaltigung, sexuelle Nötigung, allenfalls Schändung vorgehalten.

Der Sachverhalt der ebenso kurzen wie heftigen intimen Begegnung von «Opfer» und «Täter» im Herbst 2013 sei völlig unklar, hiess es auf Anfrage beim Gericht. Insbesondere seien die Aussagen der Frau «widersprüchlich» gewesen.

Auch dazu, wie es zu den nachgewiesenen Verletzungen gekommen ist. Unklar blieb ebenso, wer wem Ecstasy in den Wein gemischt habe.

Jedenfalls aber, so das Gericht, sei Ecstasy ein Aufputschmittel und keine einschläfernd wirkende Vergewaltigungsdroge.

Die Frau hatte behauptet, auf diese Weise wehrlos gemacht worden zu sein – der Mann gab an, sie habe sich die Verletzungen selber beigefügt. (ums.)

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