Zum wiederholten Male schwangen bei den kantonalen Meisterschaften im Vereinsturnen in Biberist zwei Gruppierungen obenaus: Während sich Langendorf drei der 13 begehrten Kantonalmeister-Titel sicherte, holte Bellach deren zwei. Das Niveau der Wettkämpfe unter den fast 900 Jugendlichen, Turnerinnen und Turnern war sehr hoch. In der Gymnastik Kleinfeld gewann der mehrfache Schweizer Meister dank einer 9,85, in der Gymnastik Bühne erturnten sich die Leberberger eine 9,60 und bei der Gymnastik Kleinfeld Jugend A (bis 16-Jährig) eine 9,23.

Was Langendorf bei den Aktiven, ist Bellach beim Geräteturn-Nachwuchs: eine kleine «Hausmacht». Insgesamt stellte Bellach fünf von acht Teams und siegte in beiden Kategorien. In der Kategorie Geräteturnen Jugend A erturnten die Knaben eine 9,25, der Sieg in der Kategorie Geräteturnen Jugend B ging dank einer 9,00 an die Mädchen am Schulstufenbarren.

Spannung auf dem Grossfeld

Besonders spannend waren die Titelkämpfe bei den Aktiven in der Gymnastik Grossfeld. Bereits letztes Jahr hatten sich Biberist Aktiv und Subingen ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert. Dieses Jahr lag Vorjahressieger Subingen in der Vorrunde noch hinter Biberist, drehte im Final aber auf und verwies Biberist dank der Note von 8,94 mit 0,08 Punkten Vorsprung auf den zweiten Rang.

Äusserst knapp war auch die Entscheidung im Team-Aerobic. Zwar siegte mit dem STV Niederbuchsiten (9,658) der Favorit, allerdings kam der DTV Laupersdorf dem mehrfachen Schweizer Meister und Titelverteidiger äusserst nahe: Gerade einmal 0,033 Punkte trennten den Ersten vom Zweiten.

Stark an den Ringen

Völlig offen war die Ausgangslage im Geräteturnen. Letztes Jahr lagen die ersten drei Vereine in der ersten Stärkeklasse (15 und mehr Turnende) gerade einmal 0,04 Punkte auseinander. Während 2015 Bellach (Barren) den Titel für sich beanspruchen durfte, setzte sich dieses Jahr der TV Kaufleute Solothurn dank einer 9,66 an den Schaukelringen durch.

Aus Sicht von Lorenz Freudiger, dem technischen Leiter beim Solothurner Turnverband (SOTV) war die KMV eine wahre Augenweide: «Das Niveau war dieses Jahr besonders hoch», resümiert er.