Vereinigung der Standorte
Vebo-Nebau: Die Bauarbeiten in Solothurn haben begonnen

Seit 2018 plant die Vebo die Vereinigung ihrer Standorte in Zuchwil und Langendorf sowie ihrer Tochterfirma Kisag AG. Nun ist der erste Spatenstich auf dem «Glutz-Blotzheim-Areal» in Solothurn erfolgt. Durch die Vereinigung soll die Belegschaft effizienter werden.

Sophie Deck
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So soll der Vebo-Neubau auf dem «Glutz-Blotzheim-Areal» aussehen – «im Herzen der Gesellschaft», sagt Vebo-Direktor Marc Eggimann.

So soll der Vebo-Neubau auf dem «Glutz-Blotzheim-Areal» aussehen – «im Herzen der Gesellschaft», sagt Vebo-Direktor Marc Eggimann.

zvg

Er ist seit 2018 in Planung: Der Vebo-Neubau auf dem «Glutz-Blotzheim-Areal» in Solothurn. Dort möchte die gemeinnützige Genossenschaft, die Menschen mit Beeinträchtigung mit Arbeitsplätzen und Wohnmöglichkeiten in die Gesellschaft eingliedert, ihre Standorte in Zuchwil und in Langendorf sowie ihre Tochterfirma Kisag AG in einem Gebäude vereinen. Vergangenen Freitag erfolgte der Spatenstich für das Projekt.

Das Gebäude wird moderner sein als die alten Liegenschaften, eine Solaranlage haben und Platz für etwa 550 Mitarbeitende bieten. «Natürlich möchten wir etwas Moderneres mit besserer Infrastruktur, aber hauptsächlich geht es um die Zusammenlegung der drei Standorte», erklärt Vebo-Direktor Marc Eggimann.

Durch diese Zusammenlegung soll die Vebo in der Region Solothurn insgesamt effizienter arbeiten, denn:

«Ein grösseres Team mit mehr Maschinen kann auch grössere Aufträge erledigen.»

Und auch für die Mitarbeitenden habe es Vorteile: «Wir haben nun alle Abteilungen unter einem Dach, sie können also in mehr Bereiche hereinsehen und die Arbeit dort ausprobieren. Und ausserdem lernen sie sich untereinander kennen – der soziale Aspekt ist bei uns sehr wichtig», sagt Eggimann.

Denn letztendlich gehe es der Vebo darum, Personen mit Beeinträchtigungen in die Gesellschaft einzufügen. Deswegen hätten sie sich auch einen Standort «im Herzen der Gesellschaft» ausgesucht, so der Direktor, mit einer guten Anbindung an den öffentlichen Verkehr und neuen Wohnungen in der Nähe.

Der Spatenstich fand etwas später statt als geplant.

Der Spatenstich fand etwas später statt als geplant.

zvg

Dass rund 80 Prozent der Vebo-Werkstätten-Mitarbeitenden eine Beeinträchtigung haben, spielt auch bei den Umzugsvorbereitungen eine Rolle: «Viele von ihnen brauchen Routine und Struktur und möchten nicht, dass sich etwas verändert», sagt Eggimann. «Wir versuchen deshalb, sie vorsichtig mit auf die Reise zu nehmen.»

Damit meint er, dass die Führungskräfte ihren Mitarbeitenden Bilder vom geplanten Neubau zeigen, alles genau erklären und sobald etwas steht, auch mit ihnen dort hinfahren. «Und grundsätzlich versuchen wir so wenig wie möglich zu verändern», so der Direktor.

Verzögerung wegen einer unzulässigen Beschwerde

Die Schlüsselübergabe soll im September 2023 stattfinden, der Umzug ist dann für Oktober 2023 vorgesehen.

Ursprünglich hätte das Gebäude bereits im Sommer 2022 fertig sein sollen, doch durch eine Beschwerde eines Anwohners, die es bis vor Bundesgericht schaffte, entstand die Verzögerung. «Die Beschwerde ist aber nicht zulässig, weil der Beschwerdeführer zu weit vom geplanten Gebäude weg wohnt», erklärt Eggimann.

Die Beschwerde ist zwar noch hängig – wird im Sinne des Beschwerdeführers entschieden, dann müsste der Bau gestoppt werden – doch die Vebo habe dieses Risiko gegen das Warten auf den Neubau abgewogen. «Das Risiko ist so klein, dass wir entschieden haben zu beginnen», sagt Eggimann.

Die Kosten des Baus werden auf rund 30 Millionen Franken geschätzt. Ein weiterer Anbau ist nicht in Planung, obwohl es dafür Platz hätte, so Eggimann. Denn das Gebäude werde bei einem stetigen Wachstum der Belegschaft für etwa zehn Jahre genug Platz für alle Angestellten bieten.

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